Bartenstein traf ägyptischen Amtskollegen El Sa'idi

Ägyptisches Interesse an Wasser- und Umwelttechnologie

Wien (BMWA-OTS) - Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein traf heute mit dem jüngst ernannten ägyptischen Minister für Industrie und Technologieentwicklung El Sa'idi zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Besprochen wurden dabei Möglichkeiten zum Ausbau der Handelsbeziehungen und Maßnahmen für die Intensivierung der Beteiligung österreichischer Firmen an Industrie- und Infrastrukturprojekten in Ägypten. Bartenstein verwies in diesem Zusammenhang auf das bilaterale Investitionsschutzabkommen, das im vergangenen April von ihm und seinem ägyptischen Kollegen El-Darsh unterzeichnet und inzwischen vom österreichischen Parlament ratifiziert wurde, während dieser Prozess in Ägypten noch nicht abgeschlossen ist. ****

Als zweites wichtiges Element für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen - gerade für Länder wie Österreich - nannte Bartenstein das am 25 Juni dieses Jahres unterzeichnete Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Staat am Nil, das die Errichtung einer Freihandelszone bis zum Jahr 2010 vorsieht. Auch hier ist der Ratifizierungsprozess noch nicht abgeschlossen. Weitere Fortschritte erwartet sich Bartenstein vom Treffen der Handelsminister aus der EU und der Mittelmeerzone (Euromed) im März in Toledo und von der Euromed-Ministerkonferenz in Valencia im April des kommenden Jahres. Bilateral ist eine Tagung der Gemischten Österreichisch-ägyptischen Wirtschaftskommission in der ersten Hälfte 2002 in Wien vorgesehen.

Die Minister stimmten überein, dass Handelsbeziehungen nicht primär von gesetzlichen oder vertraglichen Rahmenbedingungen -gleichgültig ob bi- oder multilateral - bestimmt werden, dass Regierungen aber die Anbahnung und den Ausbau von Geschäftsbeziehungen unterstützen können. Bartenstein nannte dabei die "Going to Egypt"-Initiative der österreichischen Finanzierungs-Garantie-Gesellschaft, die im vergangenen April rund 20 Unternehmen zu Gesprächen mit Handelspartnern nach Ägypten gebracht hat. Derzeit seien branchenspezifische Initiativen angesetzt. Aussichtsreich sind vor allem die Bereiche Textil- und Metallverarbeitung.

Bartenstein verwies auch auf den guten Ruf österreichischer Firmen bei der Verwirklichung von High-Tech-Projekten in Ägypten, was zuletzt beim Stahlwerk Suez (VA Tech) unter Beweis gestellt wurde. Wasser- und Umwelttechnologien sowie Energiemanagement seien weitere Geschäftsfelder, auf denen Ägypten an einer Zusammenarbeit mit österreichischen Firmen interessiert ist. El Sa'idi wird daher seinen Wien-Aufenthalt auch zu Gesprächen mit Firmenvertretern nutzen.

Das Handelsvolumen zwischen Ägypten und Österreich lag im Jahr 2000 bei knapp über zwei Milliarden Schilling (knapp 150 Millionen Euro).

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