GEHRER: SICHERHEITSFORSCHUNG IST SCHWERPUNKT BEI EU-FORSCHUNGSRAT

Wissenschaftsministerin: "Es geht um die Sicherheit für die Menschen in Europa"

Wien, 4. Dezember 2001 (ÖVP-PK) Das Hauptaugenmerk Österreichs bei den Verhandlungen über das Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) des EU-Rats "Forschung" am 10. Dezember in Brüssel liegt auf Alternativenergien, dem Strahlenschutz und der Sicherheitsforschung. Österreich hat immer klar festgehalten, dass kein Geld für neue Reaktoren ausgeben werden soll. Das sagte heute, Dienstag, Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer im Ständigen Unterausschuss in Angelegenheiten der Europäischen Union. ****

"Das sechste Rahmenforschungsprogramm der Europäischen Union in der Höhe von insgesamt 17 Milliarden Euro trägt wesentlich zur Entwicklung von Forschung und Wissenschaft, zur Förderung der Wirtschaft und zur Sicherung der Arbeitsplätze bei", so die Wissenschaftsministerin. Das Euratom-Programm, mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro Teil dieses Programms, beinhaltet Forschung zur Sicherheit und Entsorgung im Bereich der Kernspaltung (Fission) sowie Grundlagenforschung im Bereich der Kernverschmelzung (Fusion). Bei Euratom werde vonseiten Österreichs besonderer Wert auf die Nachhaltigkeit, Sicherheit und den Strahlenschutz gelegt, so Gehrer. Von Österreich in das Programm erfolgreich reklamiert wurde der Strahlenschutz sowie die Suche nach alternativen Energien. Weiters sei es in intensiven Verhandlungen gelungen, die Ziele "Bau von neuen Reaktoren" und Konzepte dazu zu streichen.

Mittel- bis langfristiges Ziel müsse ein Ausstieg aus der Kernenergie sein. Dazu brauche es Alternativen, wie sie in diesem Programm erforscht werden. "In allen Bereichen ist Grundlagenforschung notwendig", so die Ministerin, die an die Grünen appellierte, "Sicherheitsforschung nicht zu verunmöglichen" und kein forschungsfeindliches Klima heraufzubeschwören. "Es geht um die Sicherheit für die Menschen in Europa und um einen Ausstieg aus der Kernenergie. Österreich wird seinen Standpunkt in Brüssel konsequent vertreten", so die Ministerin abschließend.
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