ÖGJ "bedankt" sich bei der Bundesregierung

Enorme Zahl der jugendlichen Arbeitslosen ist Verdienst der Regierung

Wien (ÖGJ). "Als größte Jugendorganisation der arbeitenden Jugend in Österreich ,bedanken' wir uns stellvertretend für Tausende Lehrstellensuchende bei der Regierung", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Dank ihrer Untätigkeit ist die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen gegenüber dem Vorjahr am stärksten gestiegen."++++

Hätte die Regierung die Warnungen der Gewerkschaftsjugend wahr genommen und ausreichende finanzielle Mittel für die Lehrstellensuchenden zur Verfügung gestellt, würden die Arbeitsmarktdaten in diesem Bereich heute anders aussehen. "Sieht man sich die Aktivitäten der Regierung in punkto Jugendarbeitslosigkeit an, wird schnell klar, dass sie an der Jugend vorbei agiert. Die großzügig zur Verfügung gestellten 100 Millionen Schilling (rund 7,27 Mio. Euro) für ein Auffangnetz, reichen bei weitem nicht aus und sind nichts anderes als eine Alibiaktion", so Maringer.

"Es wäre wünschenswert, würde die Regierung nur halb soviel Zeit und Energie in die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit stecken, wie in die Causa Temelin. Hätte die Regierung unsere Forderungen nach einer unbefristeten Fortführung des Auffangnetzes mit einer dementsprechenden Finanzierung (2001: 500 Mio. Schilling od. rund 36 Mio. Euro) umgesetzt, könnten viele Jugendliche die Weihnachtsfeiertage mit einer Zukunftsperspektive verbringen" so Maringer. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend erwartet sich, dass das Thema Jugendarbeitslosigkeit einen dementsprechenden Stellenwert bekommt.

Auch Bundesräte können irren

Die ÖGJ gratuliert dem freiheitlichen Bundesrat Lindinger dazu, dass er es offensichtlich laut seiner Aussendung bereits geschafft hat, 500 Millionen Schilling (rund 36 Mio. Euro) für die lehrstellensuchenden Jugendlichen durchzusetzen. Die ÖGJ bietet dem Bundesrat an, ihn genauer über die duale Berufsausbildung zu informieren, damit seine nächsten Aussendungen etwas näher an die Realität kommen.

ÖGB, 4. Dezember 2001
Nr. 1046

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