ÖH sieht Niederlage für die Bildung

50.000 Studierende weniger

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) sieht in den nun bekannt gewordenen endgültigen Studierendenzahlen für diese Semester eine Niederlage für die Bildung. Die Zahl der Studierenden hat sich von rund 241.000 bisherigen StudentInnen auf 192.945 verringert. "Mir ist unverständlich, wie sich Ministerin Gehrer über diesen Rekordrückgang an Studierenden aufgrund der Studiengebühren auch noch freuen kann", so ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger.

Weinberger verweist ein weiteres Mal auf den Bericht zur sozialen Lage der Studierenden aus dem Jahr 1999, der aufweist, dass Studierende von durchschnittlich 8.000 Schilling im Monat leben. "Die Studiengebühren sind und bleiben eine soziale Härte. Die Studierendenzahlen sinken, weil sich viele die Gebühren nicht leisten können. Da kann man schönreden, soviel man will", so Weinberger.

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, ergänzt: "Zu den sozial Ausgegrenzten kommen jene hinzu, die arbeiten und das Studium im Sinne des lebenslangen Lernens nur nebenbei betrieben haben. Das waren bislang rund zwei Drittel aller Studierenden - die Hälfte davon full-time." Darüber hinaus haben zahlreiche Studierende aus dem Ausland, die zum überwiegenden Teil 10.000 Schilling pro Semester zahlen müssen, ihr Studium beendet. "Ausländische Kolleginnen und Kollegen haben ja nicht einmal Anspruch auf die großartig propagierten Förderungen", so Mautz abschließend.

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