Petrovic: SOS Tierschutz in Österreich

Politische Fehlsteuerung kann nicht von privaten Vereinen abgefedert werden

OTS (Wien) - "Die Regierungen der letzten Jahrzehnte haben notwendige Maßnahmen im Bereich Tierschutz blockiert, auf die lange Bank geschoben und auf private Vereine abgewälzt", kritisiert die Tierschutzsprecherin und stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic. "Es ist inakzeptabel, dass private Tierschutzorganisationen auf Dauer herhalten müssen, wenn sich Leute ihrer Tiere entledigen. Tierschutzvereine stellen unentgeltlich Tierrettungen zur Verfügung und nehmen gestrandete Tiere auf, weil es sonst keine Unterbringung gibt. Diese Organisationen handeln in öffentlichem Interesse und müssen daher mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden", so Petrovic anlässlich der Finanzprobleme des Wiener Tierschutzhauses, für welches sie ein langfristiges Sanierungskonzept einfordert.

Die enormen Vollzugdefizite im Bereich des Tierschutzes werden auch bei den grausamen Langzeit-Lebendtiertransporten evident, die von privaten Vereinen gemeldet werden müssen, weil die Behörden tatenlos zusehen. "Ohne die private Initiative der Tierschutzbewegung wäre auch der Schweinemastskandal vertuscht worden und die Tierquälereien der Intensivtierhaltung kämen nie zutage", betont Petrovic.

Noch immer weigern sich die Regierungsparteien, den Forderungen der Tierschutzbewegung nach einem einheitlichen Bundestierschutzgesetz, nach der Abschaffung der Subventionen für die grausamen Lebendtierexporte und vermehrten Kontrollen nachzukommen. Die Grünen fordern daher politische Lösungen wie ein Bundeseinheitliches Tierschutzgesetz, die Beauftragung von Tierschutzinspektoren zur Verbesserung des Vollzuges und die Förderung von Vereinen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen. "Das sollten die ersten Schritte sein, mit denen Fehlsteuerungen im Tierschutzbereich behoben werden", so Petrovic.

"Bund, Länder und Gemeinden müssen sich den seit Jahren lautgewordenen Hilferufen der Tierschutzbewegung stellen oder sie werden mit den Konsequenzen - streunende, kranke Haustiere, beschlagnahmte Arten für die keine Unterbringung möglich ist oder Grenzblockaden wegen der grausamen Lebendtiertransporte konfrontiert werden", schließt Petrovic.

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