Kuntzl: Blau-Schwarz vertreibt 50.000 Studierende von den Unis

Wien (SK) "Eine Bildungsministerin, die sich freut, dass die Regierung mit ihren Studiengebühren 50.000 Studierende von den Universitäten vertrieben hat, hat den falschen Job", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Dienstag die Aussagen von Ministerin Gehrer zu den aktuellen StudentInnenzahlen. Kuntzl warf Gehrer auch "Vogel-Strauß-Politik" vor, "wenn sie meint, jene, die das Studium abbrechen, sind Scheininskribenten". Zum einen zeigten die Zahlen, dass gerade dort, wo viele Berufstätige studieren, der Rückgang besonders stark ist. So seien etwa an der Uni Linz 43 Prozent weniger Studierende inskribiert als letztes Jahr. Zum anderen gebe es auch deutliche Rückgänge bei den Studienanfängern, etwa um fast 30 Prozent an der Uni Klagenfurt, um 22 Prozent in Linz oder um 15 Prozent an der Uni Wien, so die Zahlen nach Ende der regulären Inskriptionsfrist. "Fazit der blau-schwarzen Uni-Politik:
Ein paar tausende potenzielle Studienanfänger können sich das Studium jetzt nicht mehr leisten." ****

Abstrus sei auch die Argumentation Gehrers, die die hohen AbsolventInnenzahlen diesen Oktober als Erfolg ihrer Politik verbucht. "Klarerweise haben viele, die knapp vor Ende ihres Studiums standen, versucht, den Studiengebühren zu entkommen. Das ändert aber nichts daran, dass es wegen der Studiengebühren viele mögliche AbsolventInnen in Zukunft an den Unis gar nicht mehr geben wird", so Kuntzl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Ob Unis oder höhere Schulen - die Bildungspolitik von ÖVP und FPÖ bestehe einzig darin, den Zugang zu höherer Bildung so weit es geht einzuschränken. "Dass junge Menschen aus weniger gut gestelltem sozialen Umfeld als erste aus dem System fallen bzw. aussteigen müssen, zeigen alle Erfahrungen in diesem Bereich - diese Entwicklung nimmt man aber offensichtlich gern in Kauf", konstatierte Kuntzl. Und nicht zuletzt sei dieser Bildungsabbau auch wirtschaftspolitisch extrem kurzsichtig. (Schluss) ah

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