Lindinger für duales Ausbildungssystem

Wien, 2001-12-04 (fpd) - "Die Anzahl der Lehrstellensuchenden hat sich im Lauf des Herbstes 2001 besonders in Wien und Niederösterreich vermehrt. Da sehr viele Niederösterreicher in Wien Lehrstellen suchen, ist dieser Trend für Niederösterreich besonders dramatisch", sagte heute der freiheitliche Bundesrat, Dipl. Ing. Dr. Bernd Lindinger. ****

Es würden zwar insgesamt 500 Millionen ATS für neue Projekte für Jugendliche, die keinen Arbeitsplatz fänden, zur Verfügung gestellt, aber längerfristig werde allein dadurch die Lehrstellensituation, besonders in Niederösterreich, nicht verbessert, ortete Lindinger eine Fehlentwicklung. Das in Österreich praktizierte "duale Ausbildungssystem", ein System, das neben der Mitarbeit im Betrieb des Lehrherren auch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule vorsehe, habe sich nicht nur in der Vergangenheit bewährt, sondern sei auch immer noch ein sehr brauchbares Zukunftsmodell: "learning by doing" heißen modernste Lernmethoden.

Die vielen Lehrstellensuchenden sind für den FPÖ-Bundesrat auch ein Beweis, daß dieses System weiterhin von den Jugendlichen gesucht werde. Die Betriebe wären in der Regel immer bereit Lehrlinge auszubilden, wenn die Ausbildung nicht durch weit überzogene Verordnungen und Gesetze für viele Lehrherrn unzumutbar geworden wäre, vermutete Lindinger. Der Lehrherr werde zum Demonstrator, der dem Lehrling zeige, wie man arbeite, und der Lehrling selbst dürfe in den meisten Fällen gar nicht mehr mitarbeiten.

Dadurch werde aber die Lehrlingsausbildung für beide Seiten unattraktiv, für den Lehrling selbst und für den Lehrherrn auch. Lindinger forderte, die duale Ausbildung, die dieser Absicht wirklich gerecht werde, neu zu gestalten. "Eine sichere Lehrstelle verbunden mit Sicherheit am Arbeitsplatz und eine praxisnahe Ausbildung durch Mitarbeit im Betrieb sichern die Zukunft besser als weltfremde Utopien", so Lindinger abschließend.(Schluß)

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