Prinzhorn zu Kopf: "Liberalisierung steht im Regierungsprogramm"

Wien, 2001-12-04 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschaftssprecher DI Thomas Prinzhorn versteht die Aufregung von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf nicht. "Die weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Freitag bei einer zusätzlichen Erweiterung der Rahmenöffnungszeiten von derzeit 66 auf 72 Stunden entspricht doch genau dem Regierungsprogramm -ausverhandelt zwischen ÖVP und FPÖ", so Prinzhorn. ****

In einer Liberalisierung und Deregulierung sehe er, Prinzhorn, keinen Anschlag gegen die kleinen Handelsbetriebe. Gerade dies sei für den innovativen Greißler um die Ecke eine Chance. Größere Handelsketten hingegen würden sich zweimal überlegen, ob sie die teuren Lohnkosten für das längere Offenhalten in Kauf nehmen wollen und können.

"Auch das oft verwendete Argument, daß es durch eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zu einer Gefährdung von Arbeitsplätzen kommen könnte, geht ins Leere: Seit der Novelle des LadenöffnungszeitenG im Jahr 1997 (Öffnung jeden Samstag bis 17 Uhr) ist es bei den Handelsangestellten zu einem Beschäftigungsplus von 13.000 gekommen", so Prinzhorn.

Den wahren Anschlag gegen die österreichischen Unternehmer sieht Prinzhorn aber etwa in der Beibehaltung der Meisterprüfung als bürokratische Antrittshürde. Die Meisterprüfung solle künftig nur als besonderes Qualitätsmerkmal erhalten bleiben.

"Unternehmer und solche, die es noch werden wollen, dürfen nicht mehr länger bürokratischen, kostspieligen Schranken ausgesetzt werden. Tatsache ist, daß die Selbständigenquote in Österreich bei nur 10,9%, EU - weit hingegen bei 14,4% liegt. Wir liegen damit im letzten Drittel innerhalb der EU. Daher ist es an der Zeit, daß diese Regierung nicht als Blockierer, sondern als Deregulierer für den Wirtschaftsstandort Österreich auftritt", so Prinzhorn abschließend. (Schluß)

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