Aktionstag am Krampustag - Klinikärzte informieren über das neue Dienstrecht

Wien (OTS) - Am 5. Dezember werden in den österreichischen Hochschulstädten Wien, Graz und Innsbruck Ärzte an den Universitätskliniken gegen das neue Hochschullehrerdienstrecht protestieren. Grund für den bundesweit ausgerufenen Aktionstag sind erhebliche Verschlechterungen, die das neue Hochschullehrerdienstrecht für alle ab Oktober neu in den Dienst eintretenden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorsieht. Geplant ist unter anderem eine drastische Kürzung der Gehälter um rund 30 Prozent. Die Ausgabe nur noch befristeter Verträge stellt einen weiteren Stolperstein bei der Lebensplanung junger Ärzte dar. Dazu kommen Unsicherheiten bezüglich der weiteren Berufsaussichten nach der Ausbildung: Aufgrund der geplanten Budgetierung sei langfristig ein Stellenabbau an den Universitätskliniken nicht ausgeschlossen, befürchten die Klinikärzte.

Anlässlich des Protesttages unter dem Motto "SOS Spitzenmedizin" werden in Wien, Graz und Innsbruck Öffentlichkeit und Patienten über die Probleme und Gefahren des neuen Dienstrechts breit informiert. So ist in Wien am Mittwoch um 12 Uhr eine Protestveranstaltung in der Eingangshalle des Wiener AKH geplant, zu der als Redner unter anderem der Dekan der Wiener Universität, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz, Dr. Harald Gabriel, Mitglied des Dienststellenausschusses der Universität Wien und Mittelbausprecher des Wiener AKH sowie einige durch das neue Dienstrecht betroffene Ärzte erwartet werden. Danach wird es im Rahmen einer Pressekonferenz um 12 Uhr 30 weitere Informationen über das neue Dienstrecht geben, an der neben Dekan Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz und Dr. Harald Gabriel auch Univ.Prof. Dr. Anton Luger, als Kuriensprecher des Mittelbaus der Universität, sowie dessen beiden Stellvertreter Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer und Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres teilnehmen werden. Ferner ist die Information der Patienten über eine Flugblattaktion vorgesehen. Die Klinikärzte werden zum Zeichen des Protests einen Aufkleber mit der Aufschrift "SOS Spitzenmedizin" tragen.

Ebenfalls unter Einsatz von Flugblättern und Aufklebern verläuft der Aktionstag am Krampustag an der Universitätsklinik Innsbruck. In der Ärztekammer Tirol wird ferner um 10 Uhr 30 eine Pressekonferenz stattfinden, anlässlich der über die aus dem Hochschullehrerdienstrecht und der geplanten Universitätsreform ausgehenden Gefahren informiert wird. Als Gesprächspartner dort stehen Dr. Artur Wechselberger, Präsident der Ärztekammer Tirol, sowie dessen Stellvertreter Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Brezinka, der Hochschulreferent der Ärztekammer Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Luger und dessen Stellvertreter Dr. Dieter Kölle, sowie der Vorsitzende der Fachschaft Medizin der ÖH, Martin Schiffkorn, zur Verfügung.

Auch in Graz wird über die Folgen des neuen Dienstrechts am Mittwoch um 1o Uhr 30 im Rahmen einer Pressekonferenz informiert. Im Rahmen eines Informationsgesprächs für die Medien treten Dr. Wolfgang Routil, Präsident der Ärztekammer für Steiermark, Dr. Peter Schmidt, Obmann der Kurie Angestellte Ärzte in der Ärztekammer für Steiermark, sowie Univ.-Prof. Dr. Axel Haberlik, Referent für universitäre Angelegenheiten der Ärztekammer für Steiermark auf. Als weitere Teilnehmer werden erwartet Univ.-Prof. Dr. Helmut Wurm, Dekan des Med. Dekanats der Karl-Franzens-Universität Graz, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Bratschko, Vorstand der Univ.-Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Univ.-Prof. Dr. Michael Höllwarth, Vorstand der Univ.-Klinik für Kinderchirurgie und Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie der Medizinischen Universitätsklinik. (Schluss)

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