Morak: Kreativwirtschaft bestimmt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes

Wien (OTS) - "Die Creative Industries sind ein für die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortqualität eines Landes ganz wesentliche Parameter. Bei der Kreativwirtschaft geht es in erster Linie darum, die Bedeutung und Wertschöpfung kreativer Leistungen für die Wirtschaft nutzbar und sichtbar zu machen und die Verbindung zwischen den Bereichen Kultur, Kreativität und Wirtschaft herzustellen", so Staatssekretär Franz Morak bei einer Veranstaltung der Österreichischen Wirtschaftskammer "Kreativwirtschaft - Chancen für die Unternehmer und den Standort Österreich" Montag vormittag.

Gerade als Kulturpolitiker vertrete er dieses Thema so vehement, "da Kulturpolitik mehr als Kunstpolitik und Kunstpolitik ist mehr als die Verteilung öffentlicher Mittel darstellt. Wenn wir von einem Kulturbegriff ausgehen, der die zentralen Kulturformen unseres Jahrhunderts, die Massen- und Populärkultur, ebenso umfasst wie die Hochkultur und neue, innovative Kunstformen, dann wird sehr schnell klar, dass Kulturpolitik eine Querschnittsmaterie ist, die letztendlich in alle Lebens- und Politikbereiche reicht" betonte Morak. Es geht nicht darum das eine, die Kunstförderung, und das andere, die Kreativwirtschaft gegeneinander auszuspielen.

Eine erfolgreiche Kreativwirtschaft setze die intensive Kooperation zwischen der Wirtschaft und den Kunst- und Kulturproduzenten voraus. "Die Globalisierung hat im den internationalen Kunst- und Kulturleben einen umfassenden Wettbewerb ausgelöst, der innerhalb Europas und zwischen Europa und Asien bzw. den USA auf dem Feld der Kreativität entschieden wird" so Morak weiter - wie beispielsweise, das berühmte Beispiel der Swatch Uhren aber auch zahlreiche österreichische Firmen wie Riedl oder Wittmann zeigten. In diesem Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenbindung werde die "Aura" von Produkten und Dienstleistungen zum bestimmenden Erfolgsfaktor, betonte Morak und erinnerte an die These von Georg Franck, dass in der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" diese das neue Zahlungsmittel werde.

Die Kreativwirtschaft beeinflusst aber auch die im Wettbewerb immer wichtiger werdenden "weichen" Standortfaktoren und kann daher in einer Region ein lebendiges, kreatives Umfeld schaffen, das diese für andere Branchen attraktiv macht, führte Morak weiter aus. Im verschärften Wettbewerb um internationale Investitionen werden Standortentscheidungen nicht mehr allein nach objektiven Kriterien wie etwa der Qualität und Verfügbarkeit von technologischer Infrastruktur getroffen. Die Bedeutung eines lebendigen kreativen Geschehens für die Positionierung einer Region im internationalen Wettbewerb geht somit weit über neue Arbeitsplätze und Standortvorteile hinaus.

Die Kreativwirtschaft als ein Image-Produzent ist gerade für ein kleines Land, das nicht im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit stehe, besonders wichtig. Filmproduktionen, Design-, Werbestudios und Medienlabore sind nicht bloß attraktive Arbeitgeber. Sie erzeugen Produkte mit hoher kultureller Aufladung, welche international imagebildend wirken können. "In diesem Sinne plädiere ich für ein Bündnis zwischen der Wirtschaft und den Kreativen dieses Landes. Ich danke Präsident Leitl und Generalsekretär Mitterlehner dafür, dass sie sich dieses Themas von Anfang an engagiert angenommen und auf die Agenda gesetzt haben" sagte Morak abschließend.

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