PRINZ: MEDIATIONSVERFAHREN SCHWECHAT EIN REINES ABLENKUNGSMANÖVER?

Bau der 3. Piste ist für die Flughafen AG eine beschlossene Sache. Großangelegte Bürgertäuschung scheint sich anzubahnen.

Wien, 03.12.01 (fpd) - Das Mediationsverfahren zum geplanten Ausbau des Flughafens Schwechat erinnere immer mehr an ein steuergeldverschwendendes Ablenkungsmanöver. "Durch saloppes Herumjonglieren mit prognostizierten Passagierzahlen soll die von der fluglärmgeplagten Bevölkerung präferierte Null-Lösung bei der Pistenfrage zu Grabe getragen werden", kritisierte heute der Vertreter der Wiener Freiheitlichen im Mediationsverfahren Stadrat a.D. Walter Prinz.****

Die heutigen Aussagen der Flughafen AG ließen keinen Zweifel daran, dass aus ihrer Sicht am Bau einer 3. Start- und Landebahn nicht zu rütteln sei. Obwohl das Passagieraufkommen derzeit stark rückläufig sei, würden die Ausbaubetreiber mit nicht nachvollziehbarem Zahlenmaterial operieren. Der "11. September" werde scheinbar als Universalbegründung für negative Entwicklungen im internationalen Flugverkehr herangezogen, obwohl dabei auch andere Gründe maßgebend sind. Hier müsse ein Umdenken im Mediationsverfahren stattfinden und veraltetes Zahlenmaterial raschest evaluiert werden.

Wenn sich nun die Lärmfrage als "zentrales Thema" im Mediationsverfahren herauskristallisiere, wie es die Freiheitlichen von Beginn an urgiert hatten, so dürfe dies keinesfalls die Tatsache überschatten, dass der Flughafen vom Bau der 3. Piste keinen Zoll breit abrücken wolle. Auch sei die Argumentationslinie, wonach der Bau einer 3. Piste die Fluglärmbelastung in manchen Bereichen reduzieren würde, als Florianiprinzip in Reinkultur abzulehnen. Dafür müssten dann heute noch nicht belastete Bereiche Wiens und Niederösterreichs büssen.

Es bestehe aus heutiger Sicht die Gefahr, dass sich die Vertreter der fluglärmbetroffenen NÖ-Gemeinden und Wiener Bezirke von der Flughafen AG über den Tisch ziehen lassen. Für die Wiener Freiheitlichen stehe der Bau einer 3.Piste derzeit jedenfalls nicht zur Diskussion. "Wenn das Mediationsforum diese Null-Lösung nicht ernsthaft in seine Verhandlungen mit einbezieht, wird sich der Verdacht einer Bürgertäuschung im großen Stil mehr und mehr erhärten", betonte Prinz abschließend. (Schluß)am

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