Jerusalem: Objektivierung bei Direktorenbestellung an Wiener Schulen zurückgenommen

Grüne zum neuen Modell bei Schulleiterbestellungen

Wien (Grüne) - "Die Objektivierung bei der Bestellung von DirektorInnen bleibt auf der Strecke", so die Bildungssprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem. Bei der heutigen Sitzung des Kollegiums im Wiener Stadtschulrat wurde mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP ein neues Modell zur Direktorenbestellung beschlossen. Kernpunkt dabei ist die Tatsache, dass es in Hinkunft kein Assessment-Verfahren externer Personalberater mehr geben wird.

Zur Erinnerung: Die massiven öffentlichen Vorwürfe einer parteipolitischen Direktorenbestellung, hatten dazu geführt, dass der ehemaliger Stadtschulratspräsident Rudolf Scholz, beschlossen hatte, zum hausinternen Verfahren auch eine Expertenmeinung von außen einzuholen. Mehrere Schulen wurden im AHS-Bereich erfolgreich so bestellt. Jerusalem: "Nunmehr wird der Rückschritt vollzogen."

Aus drei Experten, die im Team die Mehrheit hatten, wurde ein einziger, der nichts mehr zu sagen hat. "Die Demut der SPÖ hat sich insoweit ausgewirkt, als rote Schulen wieder rot und schwarze wieder schwarz bleiben werden", so die Grüne Bildungssprecherin. Die Rolle der Schulpartner bleibt nach Ansicht der Grünen kläglich. Von einer Demokratisierung der Schule kann keine Rede sein. Die gesamte Macht der Bestellung liegt nunmehr wieder bei den Abteilungsleitern und der Schulaufsicht. Ex-Bürgermeister Helmut Zilk hatte die Sache einst auf den Punkt gebracht: "Es ist zum Kotzen!".

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