Edlinger: "Alarmierende" Konjunkturprognose für Bauwirtschaft

Regierung sieht steilsten Talfahrt seit 15 Jahren tatenlos zu -Wohnbau "sträflich vernachlässigt"

Wien (SK) Als "alarmierend" bezeichnete SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger die jüngsten Konjunkturprognosen für die Baubranche. Laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) habe es die Baubranche jetzt mit der steilsten Talfahrt seit 15 Jahren zu tun. "Die Regierung sieht dem tatenlos zu - Bundeskanzler Schüssel hat mit seinen Schönfärbereien beim vergangenen Konjunkturgipfel die Handlungsunfähigkeit der Regierung nur noch unterstrichen", kritisierte Edlinger am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Mit ratlosem weg Reden der Rezession", habe Schüssel die Sorgen der Beschäftigten und der Wirtschaft in Österreich ignoriert, fügte der SPÖ-Budgetsprecher hinzu. ****

Mit "salbungsvollen Worte" könne über die weltweiten rezessiven Tendenzen, die stark gestiegene Arbeitslosigkeit und den Einbruch des Wirtschaftswachstums in Österreich aber nicht hinweggetäuscht werden. "Die Regierung soll endlich Taten statt Worte sprechen lassen", verlangt Edlinger. Die von der Regierung beim Konjunkturgipfel vergangene Woche angekündigten nicht einmal drei Milliarden Schilling an kurzfristigen Investitionen im Baubereich bezeichnete Edlinger als "nicht ausreichend".

Keine Mittel habe die Regierung dabei für den Wohnbau budgetiert. Es sei "augenscheinlich", dass die Bundesregierung den Wohnbau-Bereich "sträflich vernachlässige", kritisierte Edlinger. Dabei sei gerade die Vernachlässigung dieses Bereichs - neben der Vergabe von Infrastrukturprojekten - vom Wifo als Ursache für die düsteren Prognosen an erster Stelle angeführt worden, so der SPÖ-Budgetsprecher. Auch mit Mitteln zur Wohnhaussanierung könnten zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Edlinger vermisst von der Regierung Investitionen in die Zukunft unseres Landes, etwa in die Bildung, in die Forschung und in die Infrastruktur. Ein Wachstums- und Konjunkturpaket müsse neben einer Lohnsteuerentlastung für BezieherInnen kleiner und mittlerer Einkommen auch die Wiedereinführung des Investitionsfreibetrages in der Höhe von neun Prozent umfassen, betonte Edlinger abschließend. (Schluss) hm

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