Ferrero-Waldner setzt sich beim OSZE-Ministerrat für Terrorbekaempfung, Sicherheit in Zentralasien und die Rechte der Frauen ein

Bukarest (OTS) - "Der Aktionsplan der OSZE zur Bekämpfung des Terrorismus, der morgen angenommen werden soll, bietet eine gute Grundlage um in Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen Internationalen Organisationen, allen voran den Vereinten Nationen, wichtige Beiträge zur Bekämpfung des Terrors zu leisten", so Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner heute beim Treffen des OSZE " Ministerrates in Bukarest. "Eine enge Kooperation der OSZE mit dem in Wien ansässigen Büro der Vereinten Nationen zur Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung liegt auf der Hand."

"Der Konflikt in Afghanistan hat auch deutlich gemacht", so Ferrero-Waldner," wie wichtig es ist, uns in der OSZE noch viel intensiver Zentralasien mit seinen komplexen sicherheitspolitischen Problemen anzunehmen. Ich freue mich daher, dass die bevorstehende Konferenz von Bischkek den unter oesterreichischem Vorsitz im Vorjahr eingeleiteten Taschkentprozess weiterführen wird. Ich erblicke darin einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung unserer zentralasiatischen Partner in ihrem Kampf gegen die vielfältigen sicherheitspolitischen Risken unter Einbeziehung der breiteren regionalen und globalen Aspekte sicherheitspolitischer Bedrohungen."

Im Zusammenhang mit Südosteuropa hob die Aussenministerin hervor, dass der Ausbruch der Gewalt in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien trotz der nicht unbeträchtlichen internationalen Präsenz in der Region, bedauerlicherweise nicht verhindert werden konnte. Dennoch sei aber das Zusammenwirken der mazedonischen Führungsstrukturen, einschließlich der Opposition, mit maßgeblichen Akteuren der Internationalen Gemeinschaft, allen voran der Europäischen Union, der OSZE und der NATO, entscheidend für den Zusammenhalt des Landes und gegen ein Übergreifen auf angrenzende Regionen gewesen." Nehmen wir als OSZE die jüngsten erfreulichen Entwicklungen wie die Verfassungsabstimmung im Parlament von Skopje und die Wahlen im Kosovo als Ermunterung, unsere Bemühungen auf dem Balkan mit aller Kraft fortzusetzen."

Ein ganz besonderes Anliegen Ferrero-Waldners waren die Rechte der Frauen: "Afghanistan hat uns erneut vor Augen geführt, wie wichtig es ist, uns auf allen Ebenen und in allen Gremien für die Rechte der Frauen einzusetzen. Wie ich mich dafür ausspreche, dass Frauen eine wichtige Rolle im Wiederaufbauprozess Afghanistans zukommen muss, so gilt dies auch für alle anderen Regionen, in denen wir einen Beitrag zu Frieden und Stabilität leisten wollen.

Österreich werde auch weiterhin, so die Aussenminsterin, den Aktivitäten der OSZE im Kampf gegen den Menschenhandel besondere Aufmerksamkeit widmen und diese vor allem in der dazu eingerichteten Task Force des Stabilitätspaktes unterstützen.

Ferrero-Waldner forderte auch, dass der Schutz von Kindern, insbesondere jener in bewaffneten Konflikten, ein integrativer Bestandteil der Aktivitäten im Rahmen der OSZE werden soll. "Österreich würde daher die Verabschiedung eines entsprechenden Dokumentes unter portugiesischem Vorsitz sehr begrüßen". Österreich unterstütze auch die Bemühungen der Vereinten Nationen um die aufgrund kriegerischer Konflikte intern Vertriebenen und würde dazu weiterführende Initiativen im Rahmen der OSZE, wie die Etablierung eines Focal Points beim ODIHR in Warschau willkommen heißen.

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