Österreichs Kreditwirtschaft ist für Euro-Bargeldumstellung gut gerüstet

Rothensteiner: Versorgungssicherheit ist gewährleistet

Wien (PWK873) - Die österreichische Kreditwirtschaft ist nach intensiven Vorbereitungen, die seit 1995 laufen, gut gerüstet, um ihren Beitrag auch zur erfolgreichen Bewältigung der Bargeldumstellung zu erbringen. "Das Ziel, eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Banknoten und Münzen zu gewährleisten, wird erreicht werden", zeigte sich der Obmann der Bundessektion Bank und Versicherung, Generaldirektor Walter Rothensteiner, bei der heutigen Pressekonferenz mit Innenminister Ernst Strasser in der Wirtschaftskammer Österreich überzeugt. "Die Kreditinstitute haben aufgrund umfassender Untersuchungen über den Bargeldbedarf ausreichende Euro-Vorverteilungsmengen beauftragt, die an die Unternehmen bis Jahresende vorverteilt werden."

Über Banken und Postämter wurden bereits rund 10,5 Mrd Euro, das sind drei Viertel des gesamten österreichischen Bargeldumlaufs, vorverteilt. Von diesem Volumen werde der Großteil bis Jahresende an die Unternehmen verteilt sein, so Rothensteiner. Ab 15. Dezember 2001 werden rund 6 Millionen Startpakete mit Euromünzen à 200 Schilling im Wert von rund 85 Mio Euro an Private verkauft werden. Bis zum Jahresende sollen rund 650.000 Startpakete im Wert von rund 95 Mio Euro an Kleinunternehmen abgegeben werden.

"Im Interesse einer entsprechenden Vorbereitung liegt in Österreich der Anteil des vorverteilten Bargelds mit 74 % des gesamten österreichischen Bargeldumlaufs höher als in den meisten anderen Euro-Ländern", berichtet Rothensteiner. So gehen beispielsweise in unseren Nachbarstaaten Deutschland nur 48 % und Italien 29 % in die Vorverteilung.

Auch bei der Umstellung der Bankomat- und Foyerautomaten, die den Eckpfeiler der Versorgung der Bevölkerung mit Banknoten darstellen, wird besonders kundenfreundlich vorgegangen. In Österreich wird die flächendeckende Versorgung durch die Bankomaten ab Mitternacht gewährleistet werden. In anderen Euro-Ländern kann diese Umrüstung bis zu einer Woche dauern.

Rothensteiner strich in seinem Statement auch die gute Zusammenarbeit mit den österreichischen Sicherheitsbehörden hervor. Vor allem im Hinblick auf die sensiblen Bereiche Transportsicherheit, Verwahrung, Fälschungen und Geldwäscherei sei die enge Zusammenarbeit zwischen Kreditwirtschaft und Sicherheitsbehörden von großer Bedeutung.

Als einen besonderen Schwerpunkt betrachtet die österreichische Kreditwirtschaft die ausreichende Information der Kunden. Nach neuesten Untersuchungen beziehen die Österreicherinnen und Österreicher ihre Euro-Information in erster Linie über ihre Hausbank. Sowohl bei der Information als auch bei den Vorbereitungen zur Versorgungssicherheit hat die österreichische Kreditwirtschaft einen wesentlichen Beitrag geleistet, damit Österreich einen "guten Rutsch ins Euro-Jahr" vollbringen könne, so der Bundessektionsobmann abschließend. (Ne)

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