KfV appelliert: Auf Sicht fahren!

Nicht angepasste Geschwindigkeit zeugt von tödlicher Ignoranz gegenüber vielen ungeschützten Verkehrsteilnehmern - Vor allem Fußgänger sind in der grauen Zeit besonders gefährdet

Wien (OTS) - Wer kennt die Situation nicht? Im Dunkeln mit dem
Auto unterwegs, taucht plötzlich aus dem Nichts ein Fußgänger auf, im letzten Moment ist ein Ausweichen möglich. Es kann aber auch anders sein. Oder: Haben Sie sich als Fußgänger nicht schon einmal im Dunkeln extrem unsicher gefühlt? Für jemanden, der zum Beispiel in der Nacht die Straße überqueren muss und auf halber Strecke bemerkt, dass sich ein Auto mit zu hoher Geschwindigkeit nähert, ist rechtzeitig gesehen zu werden oft reine Glückssache. Wie die jüngste Unfallbilanz zeigt, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), ist es jetzt in der grauen Zeit besonders gefährlich. Für Autofahrer ist Fahren auf Sicht daher unabdingbar. Innerhalb der eingesehenen Strecke müssen sie jederzeit anhalten können. Eine den Sichtverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit zeugt von tödlicher Ignoranz gegenüber vielen ungeschützten Verkehrsteilnehmern, betont das KfV.++++

An die Fußgänger appelliert das KfV: "Machen Sie sich sichtbar!" Ein Fahrzeuglenker kann nur rechtzeitig reagieren, wenn er Fußgänger rechtzeitig sieht. Das funktioniert mit heller, bunter Kleidung oder reflektierenden Accessoires am besten. Für "Graue Mäuse" hingegen kann es in der grauen Zeit böse enden.

Beleuchtung bei Schutzwegen generell verstärken

Extrem gefährlich ist es auch in der Nacht: Obwohl das Verkehrsaufkommen in den Nachtstunden geringer ist als tagsüber, entfällt die Hälfte der Zahl der getöteten Fußgänger auf diesen Zeitraum. Zudem ist ein wesentlicher Anteil der Unfälle mit Fußgängerbeteiligung auf Schutzwegen zu verzeichnen. Im Jahr 2000 ereigneten sich zirka 1000 Unfälle auf diesen Querungsstellen und auch 2001 muss von dieser Größenordnung ausgegangen werden. Laut KfV-Experten passieren rund 35% oder 337 Unfälle mit Personenschaden (=UPS) bei Dämmerung und Dunkelheit und davon rund 75% (700 UPS) trotz vorhandener Straßenbeleuchtung. Verlangt wird vom KfV eine generelle Anhebung der Beleuchtungsstärke bei Schutzwegen. Durch bessere Beleuchtung können Fußgänger am Schutzweg oder auf den Auftrittsflächen bei Dunkelheit und auch bei ungünstigen Verhältnissen, zum Beispiel nasser Fahrbahn, rechtzeitig erkannt werden.

Unfallbilanz: 16 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 3 zum Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 10 PKW-Insassen (davon 8 Lenker), 1 Motorrad-Lenker, 4 Fußgänger und 1 Traktor-Lenker ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Geschwindigkeit (6), Unachtsamkeit (3), Überholen (1), Übermüdung (1) und Fahrfehler (1) festgestellt werden. Bei 3 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 4 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. 3 der 15 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. Ein Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung.

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