Hofmann: Sorge um Lebensinteressen müßte allen Parteien ein Anliegen sein

Wirtschaft hat auch ethischen Ansprüchen gerecht zu werden

Wien, 02-12-2001 (OTS) Es sei grundlegend unrichtig, Sorgen und Bedenken wegen der nach wie vor bestehenden schwerwiegenden Sicherheitsmängel beim Atomkraftwerk Temelin als parteipolitisches "Süppchen" abzutun, kritisierte heute der Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, NAbg. Max Hofmann, jüngste Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Christof Leitl. Hofmann erinnert dabei auch an die Rede von Kardinal Schönborn am Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich, in der er von der Wirtschaft ethische Verantwortung eingemahnt hatte.****

Wenn es um grundlegende Lebensinteressen der Österreicher gehe, habe sich auch die Wirtschaft zu positionieren und dürfe sich nicht über alles stellen. Nur weil es der mächtigen EU-Atomlobby genehm sei, allem zuzustimmen und alles zu akzeptieren, könne das nicht der richtige Weg für Österreich sein.

Die Verhandlungen seitens des Koalitionspartners seien grundsätzlich zu begrüßen, so Hofmann. "Das Ergebnis ist jedoch enttäuschend und spiegelt die Unbeweglichkeit der Tschechen wieder." Das beweise die lange Verhandlungsdauer und das tatsächlich erreichte Ergebnis, welches keine verbindliche Fristen beinhalte und auch die Nulloption, obwohl im Melker Prozeß vereinbart, kein Thema mehr gewesen sei.

Hofmann sieht auch keine Notwendigkeit, das Energiekapitel noch heuer abzuschließen. "In Wahrheit besteht lediglich ein Druck der Atomlobby, den Verheugen als verlängerter Arm auf die Österreicher ausübt", betont Hofmann. (Schluß)

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