Jerusalem: "Rote Wiener Schulen bleiben rot, schwarze schwarz"

Neues Direktorenbestellungsmodell: Wiener Grüne planen Protestmaßnahmen

Wien (Grüne) - "Jede Schule in Wien ist rot oder schwarz und so wird es auf Wunsch von SPÖ und ÖVP auch bleiben. Das neue rot-schwarze Direktorenbestellungsmodell sichert die rot-schwarze Wiener Schullandschaft für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte ab", so kommentiert die Bildungssprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem, das neue Modell zu Direktorenbestellung in Wiens Schulen. Was als große Errungenschaft der Objektivierung abgefeiert wird, ist nach Ansicht der Grünen nichts anderes als die Einzementierung jenes Wiener Zustandes , den der ehemalige Bürgermeister und Stadtschulratspräsident Dr. Helmut Zilk so charmant mit: "Es ist zum Kotzen!" umrissen hat.

Hintergrund: Am Montag tritt das Kollegium des Wiener Stadtschulrates zusammen und beschließt das neue Modell. Herausragende Eigenschaften des Modells sind: Erstens: Die Schulpartner erhalten nicht wie ursprünglich angedacht mehr Rechte, was den Pflichtschulbereich betrifft, werden es sogar noch weniger sein als bisher. Zweitens: Das Assessment, also jener Teil des Verfahrens, der die objektivierte Expertenmeinung wiedergibt, ist so zurechtgestutzt worden, dass nur Ahnungslose das Verfahren immer noch Assessment nennen. Allein die Tatsache, dass das Verfahren nunmehr statt ATS 100.000 nur noch 1/5 davon, also ATS 20.000 kostet, spricht Bände. Erreicht wurde die Kostenreduzierung dadurch, dass nur noch ein Experte der Personalberatungsfirma am Verfahren teilnimmt (vorher waren es drei), alles andere ist wieder fest in rot-schwarzer Hand. Jerusalem: "Leider wird das neue Modell mit Sicherheit nicht zur Ermutigung talentierter PädagogInnen beitragen, die sich vorstellen können eine Schule zu leiten. Das neue Modell schadet der gesamten Schulentwicklung in Wien."

Jerusalem: "Man muss ohnehin sehr naiv sein, um zu glauben, dass jemand freiwillig die Macht der Postenbesetzung aus der Hand gibt. Das ganze Modell hat ein einziges Ziel und das heißt, rote Schulen müssen rot und schwarze schwarz bleiben". Die Grünen lehnen das Modell selbstverständlich ab und werden in Hinkunft keine Bestellung mehr mittragen. "Die Grünen werden in Hinkunft den Raum vor der Abstimmung verlassen, das rot-schwarze Spektakel wird ohne uns stattfinden", so die Grüne Bildungssprecherin abschließend.

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