So wird man in Wien künftig Schuldirektor

Brandsteidl und Strobl präsentierten neues Modell

Wien, (OTS) Im Kollegium des Wiener Stadtschulrates wird es am Montag, dem 3. Dezember 2001, zur Beschlussfassung über das neue Objektivierungsverfahren für die Bestellung von Schulleitungsfunktionen in Wien kommen. Bereits im Vorfeld präsentierten Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl und ÖVP-Bildungssprecher Walter Strobl im Rahmen einer Pressekonferenz das zur Abstimmung vorgeschlagene Modell, das auf folgenden Prinzipien basiert:

o Objektivität: Das neue objektivierte Bestellungsverfahren

ermöglicht durch ein unter der Leitung professioneller externer Beratungsfirmen stehendes Assessmentverfahren sowie durch andere Elemente wie der Computerpotenzialanalyse eine weitestgehende Objektivität bei der Bestellung.
o Einheitlichkeit: In Zukunft werden Schulleitungsfunktionen in

allen Schularten nach dem selben Procedere besetzt. Das heißt, dass ab nun in allen Schularten die gleichen objektiven
Kriterien der Direktorenbestellung gelten.
o Transparenz: Das neue objektivierte Bestellungsverfahren folgt

einem nachvollziehbaren Muster.
o Kostengünstig: Die für ein einzelnes objektives

Bestellungsverfahren zu veranschlagenden Kosten bewegen sich in einem finanzierbaren, gegenüber den Steuerzahlern zu rechtfertigenden Rahmen, ohne deshalb Einbußen bei der Qualität der Bestellung hinnehmen zu müssen.
o Demokratie: Durch die Einbindung aller Schulpartner ist eine

demokratisch legitimierte und auf breite Akzeptanz stoßende Entscheidung garantiert.

Die sechs Schritte zur künftigen Bestellung von Schulleitern lauten:

1. Ausschreibung: basierend auf BDG (für Bundeslehrer) und LDG

(für Landeslehrer)
2. Bewerbung: neuer und für alle Schularten einheitlicher

Bewerbungsbogen
3. Gutachten der Schulaufsicht: strukturiert und auf Funktion

abgestimmt.
4. Computerpotenzialanalyse: zur Messung persönlicher Fähigkeiten 5. Assessment: unter Leitung einer externen Beratungsfirma
6. Amtsvorschlag: als Resultat der Ergebnisse

Die Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl betonte bei der Pressekonferenz, dass das neue objektivierte Bestellungsverfahren auch österreichweit neue Standards setzt: "In keinem anderen Bundesland wird bei einem so hohen Objektivitätsanspruch gleichzeitig die Mitwirkung der Schulpartner so groß geschrieben." ÖVP-Bildungssprecher Walter Strobl: "Dies ist ein guter Kompromiss, der allen Anforderungen an Objektivität und Transparenz entspricht und dennoch kostenmäßig vertretbar ist. " (Schluss) ssr

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