Weltaidstag: Jugendorganisationen haben wichtigen Aufklärungsauftrag

Mehr Toleranz für Betroffene am Arbeitsplatz gefordert

Wien (ÖGJ). "Der morgige Weltaidstag führt deutlich vor Augen, wie viele Menschen weltweit von der Immunschwächekrankheit betroffen sind. Obwohl in Österreich die Anzahl der Erkrankten im internationalen Vergleich relativ gering ist, darf das Thema in unseren Köpfen keinesfalls verdrängt werden", erklärt Stefan Maderner, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Es ist gerade eine Aufgabe der Jugendorganisationen, die Jugendlichen zu informieren und für Toleranz gegenüber den Betroffenen einzufordern."++++

Tausende ArbeitnehmerInnen würden weltweit am Arbeitsplatz bei Bekanntwerden ihrer HIV-Infizierung noch immer diskriminiert, so Maderner. "Damit muss ein für alle Mal Schluss sein. Vielmehr fordern wir, dass gerade auch die Arbeitgeber einen Beitrag zur Sensibilisierung der MitarbeiterInnen und zur Einbindung der Betroffenen im Unternehmen gewährleisten."

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend fordert unter anderem:
- Gratiskondome in allen Schulen und Jugendzentren und allen Einrichtungen der Sozialversicherungsträger
- Sensibilisierung aller LehrerInnen in Fragen der Sexualpädagogik und Prävention von sexuell übertragbarer Krankheiten
- eine intensive Aufklärung und Beratung der Jugendlichen in den Pflichtschulen, in Jugendzentren und bei der Musterung
Bundesweite "Sexualaufklärung" durch ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen in allen ersten Klassen der Berufsschulen.

ÖGB, 30. November 2001 Nr. 1036

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