Dr. Felix Clary und Aldringen einstimmig als Vorsitzender der Automobilimporteure Österreichs bestätigt - Zielsetzungen für die neue Funktionsperiode

Wien, 30. November 2001 (Arbeitskreis der Automobilimporteure)

Dr. Felix Clary und Aldringen, Alleingeschäftsführer der BMW Group Austria, Generalimporteur für Automobile und Motorräder, wurde bei der Generalversammlung am 27. November 2001 als Vorsitzender des Arbeitskreises der Automobilimporteure Österreichs für die Funktionsperiode 11/2001 bis 11/2004 einstimmig bestätigt.

In den Lenkungsausschuss, dem obersten Entscheidungsgremium des Arbeitskreises, wurden für die nächste Funktionsperiode folgende weitere Mitglieder gewählt:

Gen. Dir. Jean Yves Dossal / Peugeot Austria
KR Friedrich Frey / Toyota Frey Austria
KR Dir. Christian Grohmann / Opel Austria Vertrieb
Mag. Ing. Wolf-Dieter Hellmaier / Porsche Austria
KR Dir. Peter Leißing / Mercedes-Benz Österreich
Dr. Stephan Winkelmann / Fiat Automobil

Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde Peter Leißing, Geschäftsleiter von Mercedes-Benz Österreich, für die Funktion des Vorsitzenden des Arbeitsausschusses Nutzfahrzeuge.

Bei seiner Antrittsrede berichtet Clary, dass zwei entscheidende Weichenstellungen für die Automobilbranche im kommenden Jahr erfolgen: Die Umsetzung der EU-Altfahrzeug-Richtlinie in österreichisches Recht sowie die Neuregelung des Kfz-Vertriebes auf europäischer Ebene.

Bei der Altauto-Verordnung plädiert Clary im Sinne einer Wettbewerbsgleichheit im EU-Binnenmarkt eindringlich für eine marktwirtschaftliche, unbürokratische Regelung ohne zusätzliche nationale Verschärfungen. Als Vorbild gelte hier die seit 1992 hervorragend funktionierende, freiwillige Vereinbarung der Wirtschaft mit den zuständigen Ministerien über das umweltverträgliche Alt-Pkw-Recycling in Österreich.
Bei der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung, die mit September 2002 ausläuft, spricht sich der Vorsitzende der Österreichischen Automobilimporteure klar für eine Verlängerung der bisherigen, bestens bewährten Regelung mit zeitgemäßen Anpassungen aus.

Als mittelfristige Zielsetzung für seine neue Funktionsperiode sieht der Sprecher der Automobilimporteure die verstärkte Positionierung Österreichs als automobiles Herstellerland. Mit einem Rekord-Handelsbilanzüberschuss in der Pkw-Industrie von 35 Mrd. S (2,54 Mrd. €), der Fertigung von 115.000 Komplettautos, Herstellung von 2,1 Mio. Motoren und Getrieben im Jahr 2000 - bei stark steigender Tendenz - hat Österreich tatsächlich Herstellerstatus erreicht.
Daher fordert Clary eindringlich die deutliche Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für den Autokauf in Österreich und damit Wettbewerbsgleichheit mit automobilen Herstellerländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien.
Im besonderen bedeute dies:
Ø die Valorisierung der historischen Abschreibungsgrenze aus dem Jahr 1990 von 467.000 S (33.938 €) auf 600.000 S (43.604 €) Ø Vorsteuer-Abzugsberechtigung für alle betrieblich genutzten Pkw Ø Rückvergütung der anteiligen Normverbrauchsabgabe bei Exporten von gebrauchten Pkw

Für die nächste Legislaturperiode fordern die Automobilimporteure zusätzlich eine Harmonisierung der Kfz-Steuern im EU-Binnenmarkt.

Abschließend informiert Vorsitzender Clary über die Markterwartungen. Für heuer schätzen die Österreichischen Automobilimporteure den Neuwagenmarkt auf etwa 293.000 Pkw plus Kombi. Für 2002 geht man von einem geringen Rückgang des Gesamtmarktes für Pkw und Kombi auf ca. 290.000 Einheiten aus, was über den langjährigen Durchschnitt betrachtet einem Normaljahr entspricht.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Georg Priesner
Tel.: (01) 711 35/2760
Fax: (01) 711 35/2313
email: g.priesner@iv-net.at
http://www.iv-net.at

Arbeitskreis der Automobilimporteure

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI/NPI