AKS: Weg mit dem "Integrationsvertrag" - Demonstration vor dem Parlament

Wien (SK) Mit dem Ministerratsbeschluss vom 2. Oktober setzte die Regierung abermals ein Signal in die falsche Richtung. "Wo Integration drauf steht, ist noch lange nicht Integration drinnen", kommentierte der Bundeskoordinator für Antirassismus der AKS (Aktion Kritischer SchülerInnen), Georg Feigl, die Pläne der Regierung. "Wenn ihr Integration wirklich ein Anliegen wäre, so würde sie Angebote setzen, anstatt mit Zwangsmaßnahmen das Gegenteil zu bewirken." Deshalb fordert die AKS - die Teilnehmerin an der Plattform "ÖsterREICH für alle gleich" ist - die Rücknahme des Vertrages und ruft dazu zur heutigen Kundgebung vor dem Parlament auf. ****

Feigl weiters: "Integration muss in der Schule ansetzen. Eine Integrationsoffensive wäre wichtiger denn je, doch gerade hier läuft einiges schief." Dem Sparkurs der Regierung fallen Integrations-Projekte und StützlehrerInnen zum Opfer. MigrantInnen werden zu wenig gefördert und haben deshalb schlechtere Aufstiegschancen. "Die Folgen sind oft Armut und Frustration, was zur Integration sicher nicht beiträgt", so Feigl am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Interkulturelles Lernen" gibt es nur in der Theorie. Selbst in Klassen mit MigrantInnen ist Migration kein Thema, es kann zur Isolation bestimmter Gruppen kommen. "Der Ethikunterricht für alle SchülerInnen statt dem Religionsunterricht ist eine absolute Notwendigkeit, da er einen gleichberechtigten Austausch fördert und das Gemeinsame betont", so Feigl. "Ohne das Fremde zu kennen, wird man es auch nicht schätzen."

Mit der Initiative 'cross the borders' will die AKS durch Peer-Schulungen erreichen, dass es an jeder Oberstufenschule Österreichs einen Antirassismus-Verantwortlichen gibt, der Projekte in diese Richtung vorantreibt und Maßnahmen setzt um Vorurteile abzubauen. "Wir leisten damit einen aktiven Beitrag zur Integration von MigrantInnen, denn wir wollen - im Gegensatz zur Regierung -Probleme lösen anstatt neue schaffen", so Feigl abschließend. (Schluss) wf/mp

Für weitere Informationen stehen wir unter (0699) 11 40 82 00 (G. Feigl) zur Verfügung.

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