Wien: Budgetkürzung bei Betreuung zu Hause, HGPD schlägt Alarm

HGPD-Prais sieht wieder Frauenarbeitsplätze gefährdet

Wien (HGPD/ÖGB) "Unfassbar - hier wird bei alten und pflegebedürftigen Menschen gespart und obendrein gehen wieder Frauenarbeitsplätze verloren", Rosa Prais, Sektionssekretärin für Heime, Soziale Dienste und Hausangestellte in der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst ist empört über die im Budget der Stadt Wien für 2002 geplanten Einsparungsmaßnahmen bei der "Betreuung zu Hause. Im Vergleich zum Jahr 2000 kommt es hier zu Kürzungen bis zu 60 Prozent.++++

Für die Betreuung zu Hause wurden im Jahr 2000 4,8 Milliarden Schilling ausgegeben (351 Mio. €). Heuer sollen es um 729 Millionen Schilling (53 Mio. €) weniger sein und 2002 noch einmal um 2,2 Milliarden Schilling (159 Mio. €) weniger. "Damit bleiben für die Betreuung zu Hause nur mehr 1,9 Milliarden Schilling (138 Mio. €)," rechnet die Gewerkschafterin: "Für die betreuten Menschen heißt das, dass an den Stunden, in denen z.B. eine Heimhelferin sie bei der Haushaltsführung unterstützt und für die Sicherung sozialer Grundbedürfnisse sorgt, gespart wird. Für viele eine Katastrophe, weil sie diese Betreuung doch dringend brauchen." Und gerade in der Hausbetreuung arbeiten vor allem Frauen. "Wenn das Budget für die Betreuung zu Hause um mehr als die Hälfte gekürzt wird, heißt das auch, dass wir Arbeitsplätze verlieren," fürchtet Prais. (kk)

ÖGB, 30. November 2001
Nr.1035

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Rosa Prais, HGPD Heime, Soziale Dienste, Hausangestellte

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