GPA: Erste Runde KV-Verhandlungen für Bankenbeschäftigte

Angemessene Gegenleistung für Mehreinsatz bei Euro-Umstellung gefordert

Wien (ÖGB/GPA): In die erste Runde gehen heute, Freitag, die Kollektivvertragsverhandlungen für den Banken- und Sparkassenbereich. Für die rund 70.000 Angestellten erwartet sich die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ein Ergebnis, das sich deutlich an der durchaus guten Ertragssituation für das Jahr 2001 im Geld- und Kreditsektor bzw. an der Inflation orientiert und eine angemessene Gegenleistung für den laufend zu erbringenden Mehreinsatz im Zuge der Euro-Einführung darstellt.++++

Nach hartem Ringen freut sich die GPA, mit allen Arbeitgeberverbänden einen Kollektivertrag für den MitarbeiterInneneinsatz in den Spitzenzeiten der Euro-Einführung abgeschlossen zu haben. Auf Grundlage der dabei vereinbarten Opting-In-Variante, sei eine umfassende Absicherung aller Beschäftigten jedoch noch nicht gewährleistet. Die Frist für die Annahme des Kollektivvertrages läuft zwar im Volksbanken-, Hypo- und Raiffeisenbereich noch, bislang ist die entsprechende Bereitschaft auf Arbeitgeberseite jedoch noch als wenig zufrieden stellend zu bezeichnen. Eine angemessene Abgeltung der rund um die Euro-Umstellung geleisteten Mehreinsätze müsse nicht zuletzt vor diesem Hintergrund durch die aktuellen Gehaltsverhandlungen gewährleistet werden, so die Position der GPA.

Nach der vollzogenen Organisationsreform verhandelt die GPA für den Finanzbereich erstmals in einer neuen Struktur. Dabei wurde die bisherige Sektion Geld- und Kredit von den Wirtschaftsbereichen "Banken und Nationalbank", "Sparkassen" sowie "Raiffeisen, Volks- und Hypobanken" abgelöst. In der Wirtschaftsbereichsgemeinschaft "Finance" werden gemeinsam die zentralsten rahmenrechtlichen Grundsätze für die Kollektivverträge festgelegt und gemeinsame Projekte durchgeführt. Als Vorsitzender der Wirtschaftsbereichsgemeinschaft und Verhandlungsführer bei den KV-Runden fungiert Günter Benischek (Erste Bank).

ÖGB, 30. November 2001
Nr. 1034

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