Österreichs Kreditwirtschaft bekennt sich zur internationalen Solidarität gegen Missbrauch des Finanzsystems

Bundessektion veröffentlicht Erklärung zur Verhinderung von Finanzgeschäften im Zusammenhang mit dem Terrorismus

Wien (PWK865) - Nach den tragischen Ereignissen vom 11. September 2001 haben die internationale Staatengemeinschaft und die EU durch eine Reihe von Maßnahmen ihren Willen zur verstärkten Zusammenarbeit bei der Verhinderung von Finanzgeschäften im Zusammenhang mit dem Terrorismus dokumentiert. "Die österreichische Kreditwirtschaft hat mit ihren Beiträgen gegen die Geldwäsche seit vielen Jahren diese Bemühungen unterstützt und ist entschlossen, auch weiterhin ihren Beitrag zur Verhinderung von Finanzgeschäften im Zusammenhang mit dem Terrorismus zu leisten. Sie hat dies auch durch ihre Sorgfaltspflichtserklärungen, die frühzeitig wesentlich zur Sensibilisierung der gesamten Branche gegen derartige Aktivitäten beigetragen haben, sichtbar zum Ausdruck gebracht", stellt die Bundessektion Banken und Versicherung in der WKÖ in einer Erklärung fest.

Auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen arbeitet die Kreditwirtschaft schon bisher effektiv mit den zuständigen Behörden zusammen und kooperiert wirkungsvoll bei individuellen Nachforschungen.

Aus der besonderen Verpflichtung um das öffentliche Vertrauen in das Bankwesen war die österreichische Kreditwirtschaft immer bestrebt, den Missbrauch ihrer Einrichtungen für kriminelle Zwecke zu verhindern. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung dieser Frage für die Bemühungen zur verstärkten Bekämpfung der Geldwäsche und des organisierten internationalen Verbrechens - insbesondere im Falle terroristischer Aktivitäten - bekennt sich die Kreditwirtschaft zur internationalen Solidarität gegen den Missbrauch des Finanzsystems und zur Einhaltung einer besonderen Sorgfalt.

Geschäftsbeziehungen, die im Zusammenhang mit der Finanzierung von Verbrechen oder mit Geldwäsche stehen, sind für die österreichische Kreditwirtschaft schon vom Grundsatz her unerwünscht und werden insbesondere zu Institutionen, wo ein derartiger Verdacht besteht, von sich aus abgelehnt, betont die Bundessektion. Bei Vorliegen eines diesbezüglichen Verdachts bei deponierten oder durchgeleiteten Geldern wird sofort eine Meldung an die dafür zuständige Behörde gerichtet. Das österreichische Bankwesen ist sich seiner Verantwortung für den Finanzplatz bewusst und unterstützt Behörden, deren Hauptaufgabe die Wahrung der finanziellen Stabilität und Funktionsfähigkeit des gesamten Bankwesens ist, bestmöglich bei den diesbezüglichen Bemühungen. Diese Erklärung wird auch von der österreichischen Versicherungswirtschaft unterstützt. (Ne)

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