Institut "Sicher Leben" warnt: Feuerzeug ist kein Spielzeug!

Immer wieder schwere Unfälle - Einkauf von Marken-Feuerzeugen mit Kindersicherung wird empfohlen - "Willkommen Österreich" berichtet am 3. Dezember

Wien (OTS) - Immer wieder passieren schwere Unfälle, verursacht durch Kinder, die mit Feuerzeugen spielen, alarmiert das Institut "Sicher Leben". Jährlich kommt es durchschnittlich zu 26 Feuerausbrüchen sowie 7 Verletzungen und vereinzelten Todesfällen in Österreich, die auf mit Feuerzeugen spielenden Kindern unter 5 Jahren zurückzuführen sind. Das Beispiel USA zeigt: Mehr als 40% der tödlichen Unfälle können durch die Einführung von kindersicheren Feuerzeugen vermieden werden. Zum Thema "Kindersichere Feuerzeuge" wird es am 3. Dezember, um zirka 18.40 Uhr, auch einen Bericht in der ORF-Sendung "Willkommen Österreich" geben.++++

In den USA wurde schon 1994 ein Standard eingeführt, wonach nur noch kindersichere Feuerzeuge am Markt erhältlich sein dürfen. Kindersicher bedeutetet in diesem Zusammenhang, dass Kinder unter 5 Jahren nicht in der Lage sein dürfen, ein Feuerzeug zu bedienen. Ein eingebauter Mechanismus, der deaktiviert werden muss, verhindert die Betätigung des Feuerzeuges durch kleine Kinder. Die Einführung der Kindersicherung brachte in den USA eine Reduktion der tödlichen Feuerunfälle, die in Verbindung mit Kindern stehen, um 43%.

Kindersicherung auch in Europa

Während auch in Kanada oder Australien die Einführung der Kindersicherung längst kein Thema mehr ist, hinkt Europa dieser Entwicklung um 10 Jahre hinterher. Hier soll erst im Frühjahr 2002 eine Norm verabschiedet werden, die Anforderungen und Prüfmethoden für Kindersicherungen enthält. Den Herstellern wurde allerdings eine Übergangsfrist von zwei weiteren Jahren zugestanden. Gleichzeitig sollen auch Feuerzeuge mit Unterhaltungseffekt (Telefone, Schusswaffen etc.) verboten werden.

Besonders problematisch ist die Sicherheit der am europäischen Markt befindlichen Feuerzeuge. Laut einer Studie des Verbraucherrates im Österreichischen Normungsinstitut und des Vereins für Konsumenteninformation weisen diese erhebliche Sicherheitsmängel auf und entsprechen nicht den geltenden Normen. Beispielsweise wurden Stichflammen bis 30 cm Höhe, Rissbildung, Gasverlust und sogar Explosionen beobachtet. Betroffen waren vor allem Nicht-Markenprodukte.

Bessere Marktüberwachung

Bei einer Einführung der Kindersicherung ist darauf zu achten, dass nicht auf ein unsicheres Feuerzeug eine Kindersicherung aufgesetzt wird. Die Marktüberwachung muss verstärkt und eine Bestrafung der Importeure solcher "brandgefährlicher" Produkte durchgesetzt werden.

Empfehlung an Konsumenten

Das Institut "Sicher Leben" empfiehlt den Einkauf von Marken-Feuerzeugen mit Kindersicherung: "Gerade in Raucherhaushalten mit kleinen Kindern ist Vorsicht geboten. Kaufen Sie deshalb Marken-Feuerzeuge mit Kindersicherung und vermeiden Sie spielzeugähnliche Feuerzeuge", rät DI Ursula Bodisch, Referentin für Produktsicherheit des Instituts "Sicher Leben". Derzeit sind kindersichere Feuerzeuge in Österreich in DM-Märkten bzw. demnächst in Spar, Eurospar- und Interspar-Märkten erhältlich. Ab dem Frühjahr 2002 sollen sie auch in einigen ausgesuchten Trafiken verkauft werden. Da die Bekanntheit von kindersicheren Feuerzeugen nicht ausreichend ist, fordert "Sicher Leben" zudem die rasche Einführung und Bewerbung von kindersicheren Feuerzeugen durch die Industrie.

Wie es funktioniert

Konkret funktioniert die Kindersicherung bei Feuerzeugen folgendermaßen: "Bei Feuerzeugen mit einem Rad zum Drehen ist darüber eine Metallzunge montiert - ein für Kinderfinger unlösbares Problem", erläutert der Leiter des Instituts "Sicher Leben", Dr. Rupert Kisser. Bei einem elektrischen Feuerzeug gibt es zwei Sicherheitsknöpfe, die man betätigen muss - was von kleinen Kindern noch nicht durchschaut wird.

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DI Ursula Bodisch
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