WKÖ-Budget 2002: 820 Mio Schilling Kammerumlagen-Senkung in einem Schritt

Vizepräsident Schenz: Unternehmen sollen so früh wie möglich entlastet werden - Aufwand sinkt vor allem durch Umstrukturierungen des Außenhandelsstellennetzes, weniger Personal und Inhouse GmbH

Wien (PWK863) Der Voranschlag der Wirtschaftskammer Österreich für das Jahr 2002 wurde ganz im Sinne einer Entlastung der Mitglieder erstellt. Wichtigster Punkt: Die Kammerumlagen KU1 und KU2 werden bereits 2002 - und nicht etappenweise bis 2004 - in einem Schritt um insgesamt 820 Millionen Schilling gesenkt. "Gerade in konjunkturell schwachen Zeiten sollen die Unternehmen bei den Kammerumlagen so früh wie möglich entlastet werden", erklärte der WKÖ-Finanzreferent Vizepräsident Richard Schenz beim heutigen Kammertag. "Wer rasch hilft, hilft doppelt. Unsere Unternehmen benötigen beste Rahmenbedingungen um im verschärften internationalen Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können."

Daher wird in der Wirtschaftskammer Österreich die nach dem novellierten Wirtschaftskammergesetz (WKG) mögliche etappenweise Absenkung der Hebesätze für die Kammerumlagen vorgezogen und ab dem 1. Jänner 2002 verwirklicht. Der Hebesatz für die KU1, die nach dem Vorsteueraufkommen bemessen wird, wird von 2 auf 1,2 Promille gesenkt. Dies bedeutet für das Kammermitglied eine Reduktion von 40 Prozent. Nachdem bei der KU2 (Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag) bereits in den Jahren 2000 und 2001 Senkungen um jeweils einen Hebesatzpunkt erfolgt sind, wird der Hebesatz 2002 um weitere vier Hebesatzpunkte auf 0,15 Prozent herabgesetzt. Damit wurde insgesamt eine Senkung im Bereich der Lohnnebenkosten von 30 Prozent realisiert.

Zur Bewältigung dieses Kraftakts werden auch auf der Aufwandseite entsprechende Maßnahmen gesetzt: Die Aufwandsreduktion wird vor allem durch Umstrukturierungen des Außenhandelsstellennetzes und einen für das kommende Jahr um 135 Mitarbeiter geringeren Personalstand erreicht. Durch Bündelung und Standardisierung der internen Serviceleistungen in der neu zu schaffenden Inhouse GmbH wird es zur Qualitätssteigerung und zu weiteren Einsparungen durch Nutzung von Synergiepotenzial kommen.

Aktivitäten und Aufwendungen wie beispielsweise Schwerpunktaktionen im In- und Ausland, Zinsstützungszahlungen zum Exportfinanzierungsverfahren oder Anschaffung von EDV-Hard- und Software in Höhe von insgesamt 240,3 Millionen Schilling (17,5 Mio Euro) werden aus Rücklagen finanziert.

Die mit 1.1.2001 eingeführte Kostenträgerrechung ermöglicht auch die Zuordnung der Personalkosten zu den einzelnen Kostenträgern. "Innerhalb der vier Kostenträgerbereiche Interessenvertretung, Service- und Dienstleistungen, Aus- und Weiterbildung sowie Hoheitliche und sonstige staatliche Aufgaben ist die Wirtschaftskammer Österreich mit 58,2 Prozent bei Service- und Dienstleistungen und mit 32,1 Prozent bei der Interessenvertretung am stärksten vertreten. Damit wird auch das Ergebnis der Mitgliederbefragung 2000 umgesetzt, bei der die Mitglieder eine Konzentration auf die Bereiche Interessenvertretung, Rechtsberatung und Service forderten", berichtete Schenz. Der Antrag über diesen Voranschlag wurde vom Kammertag einstimmig angenommen. (Ne)

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