Neues vom Gaswerksteg

Die Wendel hat Gestalt angenommen

Tonnen, das sich aus (Tonnen in Klammer) Tragkonstruktion (33) - Wien, (OTS) Mit Kosten von rund 36 Millionen Schilling zwar nicht das teuerste - aber sicherlich das spektakulärste Objekt, das zurzeit von der MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) realisiert wird: Der Umbau des Gaswerkstegs in Erdberg (3. Bezirk), der insgesamt über die Erdbergstraße, das Bahnhofsgeländer der U-Bahn-Linie "U 3", die A 4/Ostautobahn, den Donaukanal und über den Kanalwächterhausweg verläuft, und damit die Verbindung zwischen dem 3. sowie dem 11. Bezirk (Gasometer-Bereich) und dem Naherholungsgebiet Prater herstellt. War das Bauwerk bislang für ältere Menschen, Personen mit Kleinkindern (Kinderwagen), Behinderte und Radfahrer nur beschwerlich zu benützen, weil nur Stiegen bestanden, so hat sich das nun grundlegend geändert: Zwei dreiteilige Rampenanlagen und die -durchaus spektakuläre - Wendelanlage, alle mit einer Maximalsteigung von 6 Prozent, werden eine mühelose Fortbewegung ermöglichen. Die Wendelanlage, eine kreisförmige Rampe, wird von einer 25 Meter hohen Zentralstütze (Pylon) getragen, deren Seilabhängung mit einer Effektbeleuchtung ausgestattet ist und damit - auch bei Nacht - das Erscheinungsbild der eher eintönig wirkenden Erdbergstraße nachhaltig bestimmt.

Zum Gesamtvorhaben seitens des Baustellenmanagements der
MA 29, Ing. Franz Urban: "Trotz zeitweise schlechter Witterung liegen wir im Zeitplan, Rampen und Wendel werden mit dem achten Dezember benützbar sein. Ergänzende Restarbeiten, wie beispielsweise örtliche Radfahrerhandläufe als Absturzsicherung, sind noch auszuführen, gegebenenfalls auch noch einige Anstricharbeiten im kommenden Frühjahr. Der weithin sichtbare Pylon mit der Effektbeleuchtung signalisiert auch einen Aufbruch und einen Anreiz für die Benützung des Bauwerks als Verbindung zwischen Wohn- und Erholungsbereichen". Im Zuge der Realisierung des Bauvorhabens sind auch etliche Innovationen, sowohl auf der technischen Seite, zum Tragen gekommen, die Materialeinsparungen und Wartungsvorteile mit sich bringen, und sich damit auf der Kostenseite niederschlagen. Etwa bei den Fundamenten, der Aufhängung der Stahlplatte (Gehwegkonstruktion) der Wendel, der Geländerausfüllung (Nirosta-Netze), der Beleuchtung, um nur einige zu nennen.

Um nochmals auf die eingangs erwähnte Wendel zurückzukommen: An eine dem 25 Meter hohen Pylon, hängt die 114 Meter lange Wendelanlage mit einer durchgehenden Breite von 3,5 Metern, die eine Höhendifferenz von 6,7 Metern überwindet. Um der Seilabhängung eine optische Dominanz zu geben, wurde die spezielle Beleuchtung installiert. Insgesamt hat die Konstruktion eine Gewicht von 75 davon der Pylon 14 - und Platten (42) zusammensetzt. Mit der Errichtung der Wendel hatte sich der Schwerpunkt der Bauarbeiten der ARGE Züblin-KMB (Gf. Janisch), die vor allem durch die beengten Platzverhältnisse beim Bau der Rampen nicht frei von Hindernissen waren, auf den Stahlbau verlagert.

Die Rampen sind beide 3-armig: Beim rechten Donaukanalbegleitweg stand nur ein schmaler Geländestreifen zur Verfügung, auf einer Länge von 125 Metern (gegenläufig ausgeführt einschließlich 60 Metern Dammschüttung) wird eine Höhendifferenz von 7,5 Meter überwunden. Im Bereich Prater wurde das zweite gleichartige Bauwerk errichtet, mit einer Länge von 130 Metern (ebenfalls gegenläufig) wird eine Höhendifferenz von 6,5 Metern bewältigt. Auch optisch attraktiv werden die Rampen durch die Geländerfüllungen aus Nirosta sein, deren Felder so konzipiert sind, dass sie selbst für Kleinkinder keine Gefahr (Durchstecken des Kopfes) darstellen können. (Schluss) pz

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