WKOneu: Die Ergebnisse der Wirtschaftskammer-Reform

Generalsekretär Domany: "Haben damit den Grundstein für eine modernere, schlagkräftigere und effizientere Kammerorganisation gelegt" - Einstimmige Zustimmung zum Reformprojekt

Wien (PWK861) - "Moderner, schlagkräftiger und effizienter" bezeichnete Christian Domany, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich beim heute Donnerstag stattgefundenen Kammertag die neue Wirtschaftskammer-Organisation. Vor genau 364 Tagen gab der Kammertag den Auftrag für eine umfassende Reform der Wirtschaftskammern. Die Ergebnisse konzentrieren sich dabei auf eine neue Ausrichtung des Dienstleistungsangebots, effizientere Organisations-Strukturen und eine Reduktion des Beitragsvolumens um 2,1 Milliarden Schilling bis 2004. "Wir haben schon Vieles erreicht, zahlreiche Aufgaben liegen noch vor uns", kündigte Domany die Behandlung weiterer Mitglieder-Anliegen an, wie die größere Transparenz bei Kammerbeiträgen und die Beseitigung der Mehrfachumlagen bei Vorliegen mehrerer Berechtigungen. Ausdrücklich unterstrich Domany die große Zustimmung von "Mitgliedern, Politikern und Kritikern" zu den gefassten Reformschritten.

"Auf Basis unserer Mitglieder-Befragung im April 2000 wurde ein neuer Leistungskatalog erstellt", unterstrich Domany die Modernisierung der WK-Organisation. Konkret wird die Kammer in Zukunft beispielsweise One-Start-Shop Lösungen für Unternehmensgründungen, Inkubatoren zur professionellen technologischen und betriebswirtschaftlichen Unterstützung der Mitgliedsbetriebe sowie die Ausbildung von Innovations-Assistenten anbieten.

"Wir sparen durch Innovationen in der eigenen Verwaltung", beschrieb Generalsekretär Domany die Einführung einer Inhouse GmbH und die Errichtung von Kompetenz-Centers. An der Inhouse GmbH beteiligen sich alle zehn Kammern (WKÖ und 9 Landeskammern) zu gleichen Teilen. Die Gesellschaft bietet ihre Leistungen ausschließlich den Körperschaften der Wirtschaftskammer-Organisation an. Durch die österreichweite Bündelung dieser Leistungen ergeben sich "Kostensenkungspotenziale und vor allem die Verbesserung in der Servicequalität nach außen." Auch die Kompetenz Center für die Bereiche "Betrieb und Umwelt" sowie "Arbeits- und Sozialrecht" schaffen durch Bündelung Qualitätsverbesserungen und verhindern Mehrgleisigkeiten. Domany:
"Durch die Kompetenz Center wird das hohe Niveau des geballten Know-Hows der Wirtschaftskammer-Organisation für alle unsere Mitglieder zugänglich gemacht."

Effizienz bei den Mitglieder-Beiträgen wurde durch den Beschluss einer vorgezogenen Senkung der WKÖ-Kammerumlagen 2002 um 820 Millionen unterstrichen. "Damit wird schon mit 1.1.2002 die gesamte Wirtschaftskammer-Organisation die Umlagen um nachweislich 1,4 Milliarden Schilling im Vergleich zu 1999 senken. Somit haben wir bereits zwei Drittel des vorgegebenen Einsparungsvolumens realisiert."

Beim Thema der Branchenverbünde, also der organisatorischen Zusammenarbeit von Fachorganisationen, werden erarbeitete Alternativmodelle auf Funktionärsebene weiterdiskutiert. Der Kammertag nahm die Ergebnisse des Reformprojektes einstimmig zur Kenntnis. Domany abschließend: "Damit haben wir den Grundstein für eine modernere, schlagkräftigere und effizientere Kammerorganisation gelegt. Ich bin mir sicher, dass unsere Modelle noch für viele andere öffentliche Körperschaften Vorbildwirkung haben werden." (AB)

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