Sallmutter zu Pensionsanpassung: Respektlosigkeit gegenüber älterer Generation

Reiche Gesellschaft ist dazu verpflichtet, allen Bevölkerungsgruppen Anteil am Wohlstand zu gewähren

Wien (ÖGB/GPA). Als Respektlosigkeit gegenüber der älteren Generation bezeichnete der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, die gestern von der Regierung diktierte Pensionserhöhung von 1,1 Prozent.++++

"Alle jene, die die Pensionszahlungen an die älteren Menschen primär unter dem Blickwinkel der Belastung für die Jüngeren, im Erwerbsleben befindlichen sehen, vergessen, dass jene Generation, die heute den Großteil der Pensionsbezieher ausmacht, unter teils äußerst widrigen Umständen die Grundlagen für den heutigen Wohlstand erwirtschaftet haben. Es ist ein Faktum, dass viele der heutigen PensionistInnen mit zwei Wochen Urlaub und ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld im Erwerbsleben standen. Eine tatsächliche Abgeltung der Lebenshaltungskosten ist daher keine milde Gabe der Regierenden, sondern die Verpflichtung einer Gesellschaft im Wohlstand, der nur durch das Wirken der heute im Ruhestand befindlichen möglich wurde", betont Sallmutter.

Der GPA Vorsitzende erinnert auch daran, dass auch verschiedene andere Maßnahmen der Regierung, wie die Ambulanzgebühren und die Anhebung der Rezeptgebühren, ältere Menschen im besonderen Ausmaß belasten und deren Lebenshaltungskosten gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen stärker gestiegen sind. Sozialminister Haupt entpuppt sich somit immer mehr als jener Minister, unter dem sich die Lebensbedingungen der älteren Generation in Österreich dramatisch verschlechtern.

ÖGB, 29. November 2001
Nr. 1032

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