Scheele: Forschung nur an embryonalen Stammzellen, die bei künstlicher Befruchtung nicht benötigt wurden

Wien (SK) "Die europäischen Sozialdemokraten setzen sich in ihrer Mehrheit dafür ein, dass die Forschung an embryonalen Stammzellen von Europa auch gefördert werden soll. Uns ist es dabei aber wichtig, dass diese Forschung nur an jenen Embryonen geschieht, die bei der künstlichen Befruchtung von Frauen übrig geblieben sind -und auch dann nur mit Zustimmung der entsprechenden Frau", erklärte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele Donnerstag nach der Abstimmung über den Endbericht des nichtständigen EP-Ausschusses für Humangenetik. ****

Im Bericht des konservativen Abgeordneten Francesco Fiori habe versucht, den für alle Seiten akzeptierbaren Konsens in den Text einfließen zu lassen. "Leider wurde der Bericht dann aber doch von beiden Seiten verwässert", bedauerte Scheele.

Für sie sei es von grundlegender Bedeutung, "dass genetische Informationen nur für medizinische Zwecke", nicht aber durch Versicherungsgesellschaften oder Arbeitgeber benützt werden dürften. "Bei dem Problem des Missbrauchs genetischer Information durch Versicherungsgesellschaften wird klar, wie wichtig ein gutes, gesetzliches Gesundheitssystem ist, das auf dem Grundsatz der Solidarität einer Gesellschaft beruht", schloss Scheele. (Schluss) se/mm

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