Energieriese ENRON am Ende

Wien (OTS) - Enron, der größte Erdgashändler der USA, der zu den zehn größten Konzernen des Landes zählt, muß den Konkurs anmelden. Ausschlaggebend dafür war die geplatzte Übernahme des hochverschuldeten Unternehmens durch Dynegy Inc., die dem Unternehmen falsche Angaben über Gewinne und Schuldenstand nachgewiesen haben. Der Schuldenstand wird von Enron mit 13 Mrd. $ ausgewiesen, Analytiker fürchten jedoch, dass bis zu 10 Mrd. $ an weiteren Verpflichtungen aus dubiosen Geschäften mit sogenannten Partnerschaften auftauchen könnten.

Erste Auswirkungen gab es bereits bei den Erdgaspreisen, die kräftig anstiegen, weil eine kurzfristigen Verknappung der Gasvorräte durch einen Kollaps des Energiehandelshauses befürchtet wurde. Dazu Waltraud Stiefsohn, Vorsitzende der KPÖ-Wien: "Dieser Zusammenbruch ist nach den Kalifornischen Zuständen ein weiterer Beweis dafür, daß zentrale Versorgungssysteme nicht Privatunternehmen überlassen werden dürfen. Es sollte als deutliche Warnung an die österreichischen Liberalisierungsfanatiker verstanden werden."

"Tragisch dabei ist, daß die Mitarbeiter ihr Pensionsgeld in Firmenaktien angelegt haben und nun beim Konkurs nicht nur ihren Job, sondern auch ihre gesamten Pensionsbeiträge verlieren. Hier zeigt sich wieder, wie gefährlich es ist, Pensionsansprüche mit Aktien absichern zu wollen", so Stiefsohn.

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