ÖGB-Konferenz: Anforderungen und Perspektiven in der Erwachsenenbildung

Schlögl: "Verständnis vom Lernen Erwachsener in Österreich sehr hoch"

Salzburg (ÖGB). Als dritter Referent des Tages sprach der Experte Mag. Peter Schlögl, vom Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung, zum Thema "Anforderungen und Perspektiven in der Erwachsenenbildung" auf der dritten Konferenz der ÖGB-Serie "startschuss.zukunft" im Salzburger Brunauer-Zentrum. Die österreichische Diskussion über Erwachsenenbildung müsse, so Schlögl, vor den aktuellen strukturellen Gegebenheiten wie auch der internationalen Diskussion gesehen werden. "Nicht zuletzt hat der breite Dialog zwischen der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedsstaaten über das Memorandum zum lebenslangen Lernen deutliche Hinweise geliefert, wo Bedarf besteht die österreichischen Strukturen und Bedingungen zu reflektieren. Und ebenso wo Prozesse einzuleiten sind, um Entwicklungen aktiv begegnen zu können, auf die mit lebenslangem und lebensweitem Lernen reagiert werden soll", so Schlögl.++++

Die Schlüsselpunkte des Memorandums sind "Orientierungspunkte für eine umfassende Debatte über die Umsetzung des lebenslangen Lernens in die Praxis". Schlögl: "Es sind dies: 1. Neue Basisqualifikationen:
Erwerb und Aktualisierung von Qualifikationen als Voraussetzung für eine dauerhafte Teilhabe an der Wissensgesellschaft. 2. Höhere Investitionen in die Humanressourcen. 3. Innovation im Bereich der Lehr- und Lernmethoden für das lebenslange und lebensumspannende Lernen. 4. Bewertung des Lernens, insbesondere im Bereich des nicht-formalen und des informellen Lernens. 5. Berufsberatung und Berufsorientierung. 6. Das Lernen den Lernenden auch räumlich näher zu bringen."

"Diese Themenfelder haben Einfluss auf alle Bereiche des Bildungswesens. Hier sollen nun die Bereiche der Erwachsenenbildung näher in den Blick rücken. Dies sind für Österreich, wo insgesamt ein sehr breites Verständnis vom Lernen Erwachsener vorliegt, die Sektoren: betriebliche Weiterbildung, institutionelle Erwachsenenbildung und arbeitsmarktpolitische Qualifizierung", so Schlögl. Für ihn stellen sich je nach dem Bereich zwar in unterschiedlicher Ausgestaltung aber dennoch die selben Fragen -nämlich nach der Finanzierung, der Zugangsmöglichkeit, der Information und Beratung sowie den Bildungsinhalten. (aw)

ÖGB, 29. November 2001
Nr. 1030

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