Pensionen: Bures hält FPÖ-"Zufriedenheit" für eine Verhöhnung der älteren Generation

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures bekräftigt ihre Kritik an den von der Regierung beschlossenen Pensionsanpassungen für 2002. "Die von der FPÖ zur Schau gestellte Zufriedenheit kann nur als Verhöhnung der Pensionisten verstanden werden", bemerkte Bures. Sie weist darauf hin, dass für 900.000 PensionistInnen die Pensionen real gekürzt werden. ****

"Die FPÖ hat ihre Versprechen gegenüber der älteren Generation gebrochen", so Bures. Denn erst vergangene Woche hatte FPÖ-Klubobmann Westenthaler versprochen, dass die Pensionsanpassung "auf jeden Fall" höher sein werde als unter den SPÖ-Sozialministern. Das hätte bedeutet, dass die Anpassung über der Inflationsrate liegen muss. "Und das", erklärte Bures dazu, "traut sich ja nicht einmal die FPÖ zu behaupten".

Von einer Erhöhung aller Pensionen um 300 Schilling, einer Forderung die der Kärntner Landeshauptmann, Alt-FPÖ-Chef Haider aufgestellt hatte, sei ebenfalls plötzlich nichts mehr zu hören. Umso mehr muss die per Aussendung bekundete "Zufriedenheit" von Haider verwundern, meinte Bures.

Bures kritisiert aber vor allem den verantwortlichen Sozialminister Haupt, "der einer Anpassungsrate zustimmte, die zu einer schleichenden Verarmung der Pensionisten führen wird"; denn pensionserhöhend wirken tatsächlich nur die 1,1 Prozent. Und das liege weit unter der Teuerungsrate von 2,9 Prozent, erklärte Bures. Sie weist auch darauf hin, dass die Einmalzahlung selbstverständlich auch versteuert werden müsse, "so holt sich der Finanzminister von der mickrigen Pensionserhöhung einen Teil wieder zurück". (Schluss) wf

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