Verzetnitsch: "Uneingeschränkter Hochschulzugang muss erhalten bleiben"

Offener Zugang und verbesserte Studienbedingungen statt Studiengebühren und neuer Barrieren

Salzburg (ÖGB). "Die Teilhabe am Wissen wird ohnehin immer schwieriger. Die jüngsten Vorschläge zur Hochschulpolitik verschärfen diesen Trend zusätzlich", erklärt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch bei der Zukunftskonferenz des ÖGB, die heute in Salzburg zum Thema Bildung tagt. Der uneingeschränkte Hochschulzugang ist von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich, der wegen der Qualität der Arbeitskräfte international hoch geschätzt wird. Dieser offene Zugang muss gewährleistet sein", so Verzetnitsch. "Wir fordern ein hochschulpolitisches Gesamtkonzept statt unausgegorener Schlagworte." Die Hochschulpolitik ist neben der Berufsausbildung und dem lebensbegleitenden Lernen Schwerpunkt der heutigen Zukunftskonferenz.++++

"Wir haben das Thema 'Qualifikation für die Zukunft gewählt', da wir ein Gesamtbild über das Bildungssystem in Österreich entwickeln und Bewusstsein über die Herausforderungen schaffen wollen", sagt Verzetnitsch. "Wissen ist Macht und damit eine Existenzgrundlage für jeden Einzelnen. Daher darf sich die öffentliche Hand nicht aus der Verantwortung ziehen. Bildung muss auch in Zukunft kostenfrei für den Einzelnen sein."

Einen enormen Handlungsbedarf sieht der ÖGB-Präsident auch bei der Berufsausbildung. Mehr als 4.000 Jugendliche suchten Ende Oktober einen Lehrplatz - Jugendliche ArbeitslosengeldbezieherInnen und Jugendliche, die sich in kurzfristigen Kursen befinden sind in dieser Zahl jedoch nicht enthalten. Die Versäumnisse von heute, seien die Last für das gesamte Land von Morgen. Verzetnitsch abschließend: "Es müssen neue Chancen genutzt anstatt neue Belastungen geschaffen werden."

ÖGB, 29. November 2001
Nr. 1025

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