"Automotive Cluster Vienna Region" setzt erste Impulse

Wirtschaftsparks in Kottingbrunn und Marchegg

St.Pölten (NLK) - Mit der Bestellung von Dr. Michael Sikora zum Geschäftsführer der Vienna Region Beteiligungs-Managementgesellschaft, ein gemeinsames Unternehmen des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und der Eco Plus, geht es nun in die konkrete Umsetzungsphase des "Automotive Cluster Vienna Region". Sowohl in Kottingbrunn als auch in Marchegg sollen Wirtschaftsparks mit Schwerpunkt im automotiven Bereich in Niederösterreich entstehen. Darüber hinaus werden auf den ehemaligen Gründen des Pauker Werkes im 21. Wiener Gemeindebezirk mit niederösterreichischer Beteiligung ein Technologie- und Gründerzentrum errichtet und ein Fachhochschul-Lehrgang für Verkehr-Logistik-Automotiv eingerichtet.

Sowohl Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann als auch Wiens Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder sehen in dieser Zusammenarbeit enorme Chancen und großes Potenzial, weil rund 32 Prozent der österreichischen Zulieferbetriebe im automotiven Bereich ihren Standort in Wien und Niederösterreich haben. Allein in Wien sind derzeit rund 4.600 Mitarbeiter in der Automobilindustrie beschäftigt, in Niederösterreich sind es rund 1.100. "Die Erlöse, die im Fahrzeugbau-Sektor in Niederösterreich und Wien in der Vergangenheit erwirtschaftet wurden, lagen bei rund 20 Milliarden Schilling (1.453.456.683 Euro), die Bruttowertschöpfung betrug rund 6,6 Milliarden Schilling (479.640.706 Euro)", betonte Gabmann, der diese Clusterbildung als weiteren wichtigen Schritt der Technologieoffensive bezeichnete. Das Potenzial dieses Clusters liege nicht nur in der Automobilzulieferindustrie, sondern auch in der Verknüpfung mit Verkehrsinfrastruktur und Lösungen für die Mobilität. Wichtig ist für Gabmann auch, dass es eine Kooperation und nicht Konkurrenz mit den bestehenden Autoclustern in Oberösterreich und in der Steiermark gibt und die Zusammenarbeit mit anderen Forschungs-und Entwicklungszentren forciert wird.

Der "Technologiepark - Craft Center Kottingbrunn" wird den Kern des Automotiven Clusters der Vienna Region bilden, wobei dieser Standort für Gabmann auf Grund des bereits vorhandenen Testgeländes und der Nähe des Flughafens Bad Vöslau eine einmalige Gelegenheit bietet, ein Know-how-Zentrum zwischen den automotiven Standorten Wien, Graz, Bratislava und Györ zu entwickeln. Mit der konkreten Umsetzung des Projektes wird im Frühjahr des kommenden Jahres begonnen, die Besiedlung beginnt im Herbst 2002. Die Kosten für den Grunderwerb und die ersten Infrastruktureinrichtungen werden mit je 100 Millionen Schilling (7.267.283 Euro) beziffert. Der Wirtschaftspark Marchegg, der eng mit dem Automotiven Cluster zusammenarbeiten und ebenfalls ab Frühjahr 2002 in Angriff genommen wird, ist vor allem als Standort für die Zulieferunternehmen für das VW-Werk nördlich von Bratislava gedacht, das derzeit rund 7.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Kosten für den Grunderwerb und für die ersten Infrastruktureinrichtungen werden bei je 70 Millionen Schilling (5.087.098 Euro) liegen.

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