AK für freien Hochschulzugang ohne Aufnahmebeschränkung

Rektoren-Forderung nach Eingangsphase nichts anderes als Zugangsbeschränkung

Wien (AK) - Die Warnungen der AK, dass die geplante Ausgliederung der Universitäten zusätzliche Hürden für Studierende bringen wird, haben sich bereits jetzt bestätigt. "Die Forderung der Rektoren nach einer Eingangsphase ist nichts anderes als eine versteckte Form der Zugangsbeschränkung", sagt Johanna Ettl, AK-Bereichsleiterin Bildung. Dabei ist der freie Hochschulzugang
für viele Studierende seit der Hürde Studiengebühren ohnehin nur mehr bedingt gegeben. Mit einer "begabungsabhängigen Selektion" hätten Studierende künftig nicht einmal die Sicherheit, dass sich die 5.000-Schilling-Studiengebühr als Investition in ihr Wunschstudium überhaupt lohnt. "Die Regierung hat kein zukunftsweisendes bildungspolitisches Konzept", kritisiert Ettl, "sie delegiert die Probleme einfach nur an die Universitäten." Die AK tritt für einen freien Hochschulzugang ohne Aufnahmebeschränkungen und ohne Studiengebühren ein. ****

Die Regierung betont zwar immer die Bedeutung der Bildung für die Zukunft des Landes. Tatsächlich bedeuten die Studiengebühren nichts anderes als eine Bildungshürde für Kinder von Klein- und Mittelverdienern und für Berufstätige. Das Minus von über 40.000 Studierenden ist nicht nur auf "Karteileichen" zurückzuführen, sondern zeigt vielmehr die abschreckende Wirkung der Gebühr.

Jetzt soll, verursacht durch die geplante Uni-Ausgliederung, eine neue Hürde dazu kommen. "Die diskutierten Knock-out-Prüfungen sind nichts anderes als eine Zugangsbeschränkung", sagt Ettl. So werden etwa bei einer "begabungsabhängigen Selektion" beim Medizinstudium vermutlich eher Kinder von Ärzten zum Zug kommen, weil sie durch das familiäre Umfeld besser auf das Studium vorbereitet sind. Andere Studierende hätten nicht einmal die Sicherheit, dass sich die Studiengebühr als Investition in ihr Wunschstudium überhaupt lohnt. "Statt dem Druck in Richtung "Unis als Eliteeinrichtungen" entgegenzuwirken, führt Ministerin Gehrer mit den Rektoren Gespräche über eine zusätzliche Zugangsbeschränkung", kritisiert Ettl.

Die AK ist für einen freien Hochschulzugang ohne Aufnahmebeschränkungen und ohne Studiengebühren. Statt einer teuren Uni-Ausgliederung sollen die Budgetmittel für eine Verbesserung des Studienangebotes, etwa durch Studiengänge für Berufstätige, verwendet werden.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 501 65-2152
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Presse Christian Spitaler

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW