Salzburg AG kooperiert bei Fernwärme mit den Gemeinden

Erdgasleitung Gasteiner Tal fertiggestellt - Modellprojekt zur Nutzung von Erdgas und Biomasse

Salzburg (OTS) - Die Erdgasleitung in das Gasteiner Tal ist nach
nur sechs Monaten Bauzeit fertiggestellt worden. Damit ist auch der Startschuss für ein Vorzeigeprojekt der Energiepolitik im Land Salzburg gefallen: Salzburg AG, Gemeinden und Fernwärmeversorger ziehen an einem Strang. Das Ergebnis: Mit der Erdgasversorgung steigt die Luftqualität, gleichzeitig wird auch die Biomasseverwertung gefördert.

- Wunsch der Gemeinden erfüllt

Die Erdgasschiene in das Gasteiner Tal bringe eine wesentliche Verbesserung der Luftqualität im Tal, eine modellhafte Kooperation zwischen Gas und Biomasse sowie eine langfristige, sichere Energieversorgung mit minimaler Verkehrsbelastung, erklärte Salzburg AG-Vorstandssprecher Dr. Arno Gasteiger, aus Anlass der Inbetriebnahme der neuen Gasleitung. Die Erdgasschiene wurde im engen Einvernehmen mit den Gasteiner Gemeinden errichtet.

"Die Gasleitung führt unter anderem durch eine alte Druckrohrleitung des seinerzeitigen Kraftwerkes Bad Gastein, durch eine bestehende Kaverne sowie durch einen Versorgungsleitungsstollen der Gemeinde Bad Gastein", erläutert Gasteiger. Dem Einsatz der Mitarbeiter der Salzburg AG und der Bau ausführenden Firmen sei es zu danken, dass "wir nicht nur zeitgerecht fertig geworden sind, sondern auch der vorgesehene Kostenrahmen für die 26,443 km lange Erdgasleitung von Lend bis zum Heizwerk Bad Gastein eingehalten werden konnte."

Das Erdgasnetz der Salzburg AG, das die Stadt Salzburg, den Flachgau, die Orte im Tennengau und Pongau entlang der Salzach sowie den Pinzgauer Zentralraum von Kaprun über Zell am See bis Saalfelden erschließt, umfasst inzwischen eine Länge von 1.450 Kilometer. Die Gesamtabgabe an Erdgas betrug im vergangenen Jahr 237,0 Millionen Kubikmeter. Insgesamt versorgt die Salzburg AG rund 25.000 Kunden in Stadt und Land Salzburg mit Gas.

- Bürgermeister über ökologische Verbesserungen erfreut

Für die beiden durch die Erdgasschiene erschlossenen Gemeinden Bad Gastein und Bad Hofgastein bringt die Investition der Salzburg AG nicht zuletzt eine ökologische Verbesserung: In Bad Gastein reduziert sich die SO2-Emission um 33 Tonnen pro Jahr, die CO2-Emission um 14.000 Tonnen pro Jahr. Ähnlich hoch ist die Verbes-serung der Werte bei den Abgasen in Bad Hofgastein: Minus 26,5 Tonnen bei den SO2-Emissionen und minus 11.600 Tonnen bei den CO2-Emissionen. Bürgermeister Manfred Gruber aus Bad Gastein und sein Bad Hofgasteiner Amtskollege Benedikt Lang sind sich deshalb einig, dass das "Gasteiner Modell" enorme Vorteile bringt.

- Ersatz für 30 Jahre altes Fernheizwerk in Bad Gastein

Während in Bad Hofgastein mit der Kombination von Erdgas und Biomasse-Beschickung ein völlig neuer Weg beschritten wird, setzt der Ersatz von Erdöl durch Erdgas im vor 30 Jahre errichteten Fernwärmewerk in Bad Gastein umweltpolitisch und technologisch neue Maßstäbe. Ing. Alois Leitner von der Wärmebetriebe Gesellschaft dazu:
"Aus heutiger Sicht bieten die in Planung und Realisierung befindlichen Energieversorgungsprojekte für Bad Gastein und Bad Hofgastein die besten Ergebnisse für Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Komfort." Der Erdgasverbrauch in Bad Gastein wird bis 2005 auf 6,1 Millionen Kubikmeter/Jahr ansteigen, in Bad Hofgastein wird im Jahr 2005 mit einem Verbrauch von 5 Millionen Kubikmetern/Jahr gerechnet. Zusätzlich werden im dortigen Biomassekessel der Holzwärme Gastein 5.000 Schüttraummeter Waldhackgut in Energie umgewandelt.

- Genossenschaft forciert Kombination von Biomasse und Erdgas

Heuer im Sommer wurde in Bad Hofgastein die Holzwärme Gastein Genossenschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Die Genossenschaft besteht derzeit aus 30 Mitgliedern, dabei handelt es sich fast ausschließlich um Landwirte aus dem Gasteiner Tal. Zum Obmann der Genossenschaft wurde der Hotelier Mag. Hans Scharfetter gewählt. Primäre Aufgabe der Genossenschaft ist es, die Errichtung einer Biomasse-Anlage in Bad Hofgastein vorzubereiten, für die 10,5 Millionen Schilling (0,76 Millionen Euro) aufgewendet werden sollen. Das kombinierte Fernheizwerk kostet insgesamt 70 Millionen Schilling (5,09 Millionen Euro).

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