Saisoniers: HGPD-Kaske für Rückholaktion von qualifizierten ArbeitnehmerInnen

Tourismusgewerkschafter fordert faire Bezahlung

Wien (ÖGB/HGPD). "Die Wintersaison hat noch nicht einmal begonnen, und schon wieder klagen die Tourismusvertreter über zu wenig Saisoniers aus Mittel- und Osteuropa", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD): "Und das, obwohl das Saisonierkontingent von 2.130 im Jahr 1999 auf 6.730 im heurigen Winter aufgestockt worden ist." Außerdem habe die Arbeitslosigkeit im Oktober dieses Jahres um 4,2 Prozent (40.365 Arbeitslose) gegenüber dem Vorjahr zugenommen.++++

"Dabei lässt man ohne mit der Wimper zu zucken Tausende junge qualifizierte MitarbeiterInnen ins Ausland abwandern, um gleichzeitig billige Arbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa zu holen", wettert der Tourismusgewerkschafter und fordert: "Anstatt jedes Jahr pünktlich vor Weihnachten zu jammern, sollten die BranchenvertreterInnen die Bezahlung, die etwa ein Drittel unter der der DurchschnittsösterreicherInnen liegt, und die Arbeitsbedingungen überdenken." Immerhin würden 96 Prozent in dieser Branche einmal im Jahr die Beschäftigung wechseln. Kaske: "Das sagt doch einiges aus. Wenn der Branche etwas an qualifizierten ArbeitnehmerInnen und an einem funktionierenden Arbeitsmarkt liegt, sollten sie die Rahmenbedingungen verbessern."

"Einer Rückholaktion von qualifizierten MitarbeiterInnen, die heute bessere Chancen im Ausland sehen, stünde dann nichts im Wege,"stellt Rudolf Kaske abschließend fest.

ÖGB, 29. November 2001
Nr. 1024

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