Zu den diversen Stellungnahmen betreffend Hakoah teilt die IKG folgendes mit:

Wien (OTS) - 1) Die IKG hat alle jetzt vorgeschlagenen (5) Standorte bereits vor langer Zeit geprüft und abgelehnt. Eine Meinungsänderung kann es nur geben, wenn sich wesentliche Parameter geändert hätten.

2) Nordbahnhof wurde von IKG abgelehnt, da dieser Standort noch über längere Zeit nicht realisierbar ist und vor allem unklar ist, was mit dem gesamten Gebäude geschieht. Weiters ist die Lage für die jüdische Gemeinde ungeeignet.

3) Ein wesentliches Kriterium ist für Hakoah und Kultusgemeinde die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes. Die kleine jüdische Gemeinde muß nämlich auch an die Folgekosten denken. Deswegen kämpfen wir für den Augarten, weil wir dort die zwei jüdischen Schulen haben und noch weitere Schulen eingebunden werden könnten, wodurch Fixkosten erheblich gesenkt würden.

4) In vielen Stunden haben wir mit den Vertretern des 2. Bezirks die Vor- und Nachteile des Augartens diskutiert, und es konnten sich alle davon überzeugen, daß

a) dies für Hakoah und Kultusgemeinde das beste Projekt ist.
b) Vorteile auch für die Anrainerbevölkerung gegeben wären. c) durch das Projekt Hakoah im Augarten mehr Grünflächen für die Bevölkerung geöffnet würden und statt einer Baumschule wesentliche Teile des Augartens in historischen denkmalzuschützenden Augarten zurückgebaut werden würden.

Bei diesen Gesprächen gab es einzig und allein von den "Grünen" positive und negative Stellungnahmen und haben die "Grünen" Vertreter ihre sehr differenzierte Meinung zum Augarten kundgetan. Die Sozialdemokraten haben das Projekt unterstützt. Um so überraschender ist es, daß nunmehr ÖVP und FPÖ aus heiterem Himmel die Lösung Augarten ablehnen und sich auf formalistische Argumente (Denkmalschutz, bestehende Entschlüsse, etc.) berufen. Es ist für die Kultusgemeinde unverständlich, was an einer Baumschule denkmalgeschützt sein soll!

Die Kultusgemeinde ersucht alle Parteien, die Standortsuche positiv zu beenden und nach zwanzig Jahren der Realisierung eines Sportplatzes Hakoah nicht mehr im Wege zu stehen.

Dr. Ariel Muzicant
Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Rückfragen & Kontakt:

Erika Jakubovits
Israelitische Kultusgemeinde Wien
Tel.: +43-1-53104-102

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