Luftgüte: Ozon-Vorsorgegrenzwert im August überschritten

Aktueller Bericht des Umweltinstitutes liegt vor

Bregenz (VLK) - Der August war ein sehr warmer
Sommermonat. Die Temperaturen lagen um zwei bis drei Grad
Celsius über den Erwartungswerten. Die Niederschlagsmengen
waren normal. Das geht aus dem soeben erschienen Bericht des Umweltinstitutes für den Monat August 2001 hervor. ****

Die Konzentrationen der primären Luftschadstoffe lagen im Vergleich zu den Vorjahren überwiegend auf
unterdurchschnittlichem Niveau. Die humanhygienischen Ozon-Vorsorgegrenzwerte wurden in mittleren Höhenlagen an 27
Tagen, im Rheintal und im Walgau an je 17 Tagen,
überschritten. Die Stickstoffdioxidbelastung bei den
Messstellen Dornbirn Stadtstraße und Feldkirch Bärenkreuzung
lag zwar im Mittel auf unterdurchschnittlichem Niveau, aber
in den Maximalkonzentrationen wurden deutlich erhöhte Spitzen registriert. Am Schweizer Nationalfeiertag (1. August) ist
das Abbrennen von Feuern und Feuerwerken ein historisch
gewachsener Bestandteil der Schweizer Kultur. Die Auswirkung
dieses Feiertags auf die Staubbelastung von Lustenau zeigt
die beigelegte Abbildung.

Da das Staubmessgerät in Feldkirch-Bärenkreuzung defekt
war, mussten die PM10-Staubwerte für den Zeitraum August
verworfen werden. Wegen eines Defekts am Probenahmesystem der Messstelle Wald am Arlberg mussten auch dort die
Stickstoffmonoxid- und Stickstoffdioxid-Daten als ungültig
erklärt werden.

Beilagen:

-Messwerttabelle
-Abbildung
-Erläuterungsblatt

Erläuterungen zu Messwerttabelle bzw. Abbildungen

Abkürzungen:

SO2 ... Schwefeldioxid, NO ... Stickstoffmonoxid,
NO2 ... Stickstoffdioxid, O3 ... Ozon,
CO ... Kohlenmonoxid, STAUB ... Staubkonzentration
TT ... Temperatur, GSTR ... Globalstrahlung
RF ... relative Feuchte, FF ... Windgeschwindigkeit
DD ... Windrichtung

MMW = Monatsmittelwert
mTMW = maximaler Tagesmittelwert
mMW8 = maximaler Achtstundenmittelwert
mMW3 = maximaler Dreistundenmittelwert
mMW1 = maximaler Stundenmittelwert
mHMW = maximaler Halbstundenmittelwert
GWÜÄ%Ü = Überschreitungshäufigkeit der humanhygienischen Vorsorgegrenzwerte in Prozent der Messtage

Grenzwerte:

-1. Nach den Bestimmungen des Immissionsschutzgesetzes Luft
(BGBl. I 115/1997)

Schwefeldioxid:
-mHMW: 0,20 mg/m³
(darf höchstens dreimal pro Tag bis max. 0,50 mg/m³
überschritten werden)
-mTMW: 0,12 mg/m³

Kohlenmonoxid: mMW8: 10 mg/m³

Staub: mTMW: 0,15 mg/m³

Stickstoffdioxid: mHMW: 0,20 mg/m³

-2. Nach d. Luftqualitätskriterien d. Österreichischen
Akademie d. Wissenschaften

Empfehlung für Stickstoffdioxid: mHMW: 0,200 mg/m³, mTMW:
0,080 mg/m³

Empfehlung für Ozon: mHMW: 0,120 mg/m³, mMW8: 0,100 mg/m³
(beide vergleichbar mit mMW3: 0,110 mg/m³)

-3. Nach dem Verein Deutscher Ingenieure, Blatt 2310

Max. Immissionskonzentration (MIK) für Stickstoffmonoxid:
mHMW: 1,000 mg/m³, mTMW: 0,500 mg/m³

-4. Nach EU-Richtlinie 1999/30/EG

PM10: mTMW: 0,050mg/m³ darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden.
(so/ug,nvl)

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