Studentenwohnsitz: VwGH bestätigt Vorarlberger Standpunkt

LH Sausgruber erfreut über diese Klarstellung

Bregenz/Wien (VLK) - Die Frage nach dem Hauptwohnsitz von
Studenten ist nun durch ein Erkenntnis des
Verwaltungsgerichthofs (VwGH) entschieden worden. "Damit wird
der Standpunkt des Landes bestätigt, wonach der 'Mittelpunkt
der Lebensbeziehungen' ausschlaggebend ist", betont
Landeshauptmann Sausgruber und hofft, dass die "Keilerei um
jeden Studentenwohnsitz damit ein Ende hat". ****

Sausgruber zeigt sich sehr erfreut darüber, dass die große Mehrheit der Vorarlberger Studenten sich bei der Volkszählung bereits für ihren Heimatort entschieden haben: "Mit dem
Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes ist klar, dass die Abwerbeversuche verschiedener Universitätsstädte nicht
gefruchtet haben".

Der Verwaltungsgerichtshof hat nun erkannt, dass
"Studenten, die Familienbeihilfe beziehen, am Ausbildungsort
keinen Lebensmittelpunkt begründen". Andere Studenten unter
26 Jahren, deren Beziehungen am Studienort nicht nennenswert
über die Ausbildung hinausgehen, können zwischen zwei Mittelpunkten wählen.

Vorgeschichte

Im Vorfeld zur österreichweiten Volkszählung hatten einige Universitätsstädte um die Gunst der Studierenden geworben.
Mit Gutscheinen und Versprechungen wurde dabei versucht, aus Vorarlberger Studierenden plötzlich Innsbrucker, Wiener oder
Grazer zu machen. Landeshauptmann Herbert Sausgruber hatte in
diesem Zusammenhang gemeinsam mit Gemeindeverbandspräsident Bürgermeister Wilfried Berchtold wiederholt darauf
hingewiesen, dass "jeder frei und selbständig entscheiden
kann, wo der wahre Mittelpunkt der Lebensbeziehung ist". Rund
6.100 junge Vorarlberger studieren an Universitäten in
Österreich. Pro Jahr und Einwohner mit Hauptwohnsitz erhält
jede Gemeinde - je nach Bevölkerungszahl - zwischen 7.000 und 10.500 Schilling (knapp 509 und 763 Euro) aus dem gesamten Steuertopf der Republik zuerkannt. Das Land erhält 9.700
Schilling (705 Euro) pro Hauptwohnsitz an Ertragsanteilen.
(tm,nvl)

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