ÖBB: Illegaler Müll am Nordbahnhof-Gelände abtransportiert

Nach fünf Wochen intensiver Arbeit wieder "besenrein"

Wien (OTS) - Das Gelände des Wiener Nordbahnhofes war seit einigen Jahren Schauplatz illegaler Müllablagerungen durch unzählige Firmen und Private. Die weitere Verunreinigung des Geländes haben die ÖBB vor wenigen Monaten durch eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen gestoppt. Jetzt wurde der gesamte Müll in nur fünf Wochen intensiver Arbeit auf Kosten der ÖBB abtransportiert und fachgerecht entsorgt. Damit ist nun ein endgültiger Schlussstrich unter ein langes Kapitel illegaler Müllablagerungen gezogen.

Rund 400.000 m2 umfasst das Gebiet des Nordbahnhof-Geländes im 2. Wiener Gemeindebezirk. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das zum Teil verpachtete Gelände zunehmend zur bevorzugten illegalen Ablagerungsstätte für Müll. Unzählige Firmen und Private, von denen den ÖBB mittlerweile einige bekannt sind, haben das Gelände für eine - aus ihrer Sicht - "kostengünstige" Müll-"Entsorgung" missbraucht und so zur massiven Verunreinigung des Geländes beigetragen. Im Frühjahr 2001 haben die ÖBB daher auf eigene Kosten Schrankenanlagen bei den zahlreichen Einfahrten in das Gelände errichtet, Videokameras installiert und einen privaten Sicherheitsdienst mit der Überwachung des Geländes beauftragt. Dutzende Umweltsünder konnten so namhaft gemacht und angezeigt werden.

Abtransport in nur fünf Wochen

In weiterer Folge erarbeitete das Umweltmanagement der ÖBB ein Entsorgungs- und Verwertungskonzept, in dem die einzelnen Abfallstoffe penibel erfasst und ihre fachgerechte Entsorgung organisiert wurde. Am 22. Oktober 2001 konnte schließlich mit den Arbeiten begonnen werden. Nach nur fünf Wochen ist das Gelände des Wiener Nordbahnhofes nun wieder "besenrein".

Im Zuge der Arbeiten trafen die ÖBB-Umweltspezialisten auch auf kontaminiertes Erdreich. Die Verunreinigungen konnten rasch analysiert und auch hier - parallel zum Abtransport des Mülls - eine fachgerechte Entsorgung organisiert werden. Das Gelände des Wiener Nordbahnhofes kann daher nun als ober- und unterflächig "rein" bezeichnet werden.

Die Kosten für die "besenreine" Instandsetzung des Geländes wurden mit 1,6 Mio. ATS (EUR 116.000) veranschlagt. Aufgrund des in weiterer Folge festgestellten kontaminierten Erdreichs mussten schließlich insgesamt ATS 2,8 Mio. (EUR 204.000) investiert werden. Die Kosten übernehmen zunächst die ÖBB zur Gänze. Wenn einzelnen Firmen und Privaten eine Mitverantwortung nachgewiesen werden kann, verringert sich der Anteil der ÖBB.

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