FASSLABEND: DAS KINDERBETREUUNGSGELD IST EINE ECHTE JAHRHUNDERTENTSCHEIDUNG

Dritter Präsident des Nationalrates eröffnet Symposium "Kinderbetreuungsgeld - Gibt es eine Familienpolitik danach?"

Wien, 26. November 2001 (ÖVP-PK) Die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher hat wahrscheinlich noch gar nicht in vollem Umfang erfasst, welch hohe quantitative und qualitative Verbesserung die Beschlussfassung des Kinderbetreuungsgeldes für Östererreichs Familien bringen wird. Quantitativ bringt das Kinderbetreuungsgeld mehr Geld und eine Erweiterung der Bezugsdauer. Qualitativ aber bedeutet das Kinderbetreuungsgeld vor allem den wichtigen Schritt von einer Sozialleistung zu einer echten Familienleistung. Während bisher das Karenzgeld vor einer vorangegangenen Beschäftigung abhängig war, gründet sich der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ausschließlich auf die Betreuung des Kindes, "eine Dimension, die noch zu wenig Beachtung gefunden hat." Mit der Möglichkeit dazu zu verdienen und der pensionsbegründenden Funktion sei das Kinderbetreuungsgeld eine echte Jahrhundertentscheidung, erklärte der Dritte Präsident des Nationalrates, Dr. Werner Fasslabend heute, Montag, anläßlich der Eröffnung des Symposiums "Kinderbetreuungsgeld - Gibt es eine Familienpolitik danach?", zu der Fasslabend gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF) ins Parlament eingeladen hat.****

Unmittelbarer Anlass zu diesem Symposium ist die Pensionierung des langjährigen Geschäftsführers des Familienforschungs-Instituts, Prof. Dr. DI Helmuth Schattovits, den Fasslabend in seiner Begrüßung an erster Stelle nannte und ihn als jenen Mann bezeichnete, "der in Österreich wahrscheinlich am meisten für die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes getan hat."

Als "symbolisch" bezeichnete Fasslabend auch den Tagungsort des heutigen Symposiums, das Lokal VI im Parlament, das sich als sogenannter "Budgetsaal" genau in der Mittelachse des Hohen Hauses befindet. In diesem Ausschusslokal findet regelmäßig die Sitzungen des Budgetausschusses, des Hauptausschusses und des Rechnungshofausschusses statt, führte Fasslabend aus. In diesen Ausschüssen geht es um Finanzen, um wichtige Zukunftsentscheidungen der Bundesregierung und um eine Art Bilanz und Kontrolle über das, was geschehen ist. Alle drei Themen sind auch wichtige Bereiche der Familienpolitik und daher mit dem Kinderbetreuungsgeld eng verknüpft.

Nach der Begrüßung Fasslabends leitet die neue Geschäftsführerin des ÖIF, Dr. Brigitte Cizek, das Symposium ein. Darauf folgt das Impulsreferat von Univ.Prof. Dr. Kurt Lüscher, der an der Universität Konstanz einen Lehrstuhl für Soziologie mit Forschungsschwerpunkt "Gesellschaft und Familie" inne hat und international Beratungen im Bereich Familienpolitik durchführt. Die anschließende Podiumsdiskussion, an der unter anderen ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl, Dr. Edit Schlaffer vom Ludwig Boltzmann Institut und Drs. Peter Cuyvers (Senior Staff Member of the Netherlands Familiy Council) teilnehmen, wird von der Leiterin der Abteilung Kommunikation und Medienarbeit des ÖIF, Mag. Irene Kernthaler, geleitet.

Daran schließt sich eine Ehrung von Prof. Schattovits, zu der ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat, Vizekanzler a.D. Dr. Alois Mock und Sozialminister Mag. Herbert Haupt erwartet werden. Eine Grußbotschaft kommt von Kardinal Dr. Franz König.
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