Kinderfreunde ziehen Bilanz über zehn Jahre Parkbetreuung

Ausbau der ganzjährigen Parkbetreuung gefordert

Wien(SK) Im Rahmen der Integrationstagung zogen die Österreichischen Kinderfreunde in einer Pressekonferenz am Montag Bilanz über die von ihnen vor zehn Jahren ins Leben gerufene Parkbetreuung. Die Parkbetreuung sei ein fest verankerter Bestandteil in den Städten und finde große Zustimmung und Anklang in der Bevölkerung, erklärte Kurt Nekula, Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde. Damit die Kinderfreunde ihre Arbeit erfolgreich weiterführen können, sei es jedoch von Nöten, die Parkbetreuung aufzuwerten. Daher forderten sie eine qualifizierte Ausbildung für die ParkbetreuerInnen, spezifische Angebote für Mädchen und Buben, sowie den Ausbau der ganzjährigen Parkbetreuung. ****

"Man kennt jene Erholungsräume, in denen unterschiedliche soziale Gruppen, wie Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichesten Herkunftsländern, Mütter mit kleinen Kindern und ältere Menschen, die auf teilweise engem Raum ihre Freizeit verbringen", erläuterte Nekula. Gerade hier bestehe ein hohes Konfliktpotential, das mit geeigneten Maßnahmen moderiert werden müsse. "Sinnvolle Freizeitgestaltung, spielerisches Überbrücken von Berührungsängsten und gemeinsame Aktivitäten könnten hier entschärfen und ein Miteinander entstehen lassen", so Nekula.

In der Praxis sieht das so aus: Es kommen speziell ausgebildete Teams von SpielpädagogInnen in die Parks, die Kinder erhalten durch die ParkbetreuerInnen regelmäßige Zuwendung und haben eine erste Anlaufstelle bei Problemen. So würden die Kinder Konfliktlösungsmodelle kennenlernen und durch zahlreiche Aktivitäten können ihre Kreativität und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden, erklärten SPÖ-Bezirksrätin Edeltraud Gmoser und Elke Probst, Leiterin der Parkbetreuung der Wiener Kinderfreunde die Zielsetzungen ihrer Arbeit. Wichtig sei ihnen die Freiwilligkeit des Angebots und das Miteinander der verschiedenen ethnischen Gruppen in den Parks, betonten Gmoser und Probst.

Weiters vorgestellt wurde von Erich Pürstl, Leiter der Stadtteilarbeit der Kinderfreunde Salzburg, das Salzburger Stadtteilprojekt KECK, ein ganzjähriges Parkbetreuungsprojekt im "sozialen Brennpunkt" Goethesiedlung. Die zahlreichen Projekte, die von den öberösterreichischen Kinderfreunden im Rahmen der Parkbetreuung durchgeführt wurden, stellte Ruth Karner, Leiterin der Parkbetreuung der Kinderfreunde Oberösterreich vor. (Schluss) sl

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