Eisenbahner fordern Regierungs-Initiative zum Infrastruktur-Ausbau

GdE-Vorsitzender Haberzettl: Blockade bei Investitionen aufgeben!

Wien (GdE/ÖGB). Auch wenn Bundeskanzler und Finanzminister sich weiterhin weigerten alle Anzeichen für eine wirtschaftliche Rezession in Österreich wahrzunehmen, sollte endlich rasch in den Ausbau der Infrastruktur investiert werden, forderte der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, Montag in Wien. "Die Verkehrsministerin blockiert seit Monaten dringend benötigte Investitionen in die Schieneninfrastruktur in Milliardenhöhe. Ein gleiches gilt auch für den Straßeninfrastrukturbereich", sagte Haberzettl.++++

Der Gewerkschaftsvorsitzende wies darauf hin, dass im Infrastrukturbereich eine katastrophale Arbeitsplatzsituation herrsche: "Durch die Blockade von Infrastrukturmilliarden haben wir schon jetzt um Zehntausende mehr Arbeitslose in der Baubranche als im Vorjahr. Da hilft kein Vertrösten auf Konjunkturgipfel und Reformdialoge, gehandelt muss jetzt werden", kritisierte Haberzettl. Die Tatsache, dass der Bundeskanzler und der Finanzminister noch immer vom "Nulldefizit" träumten und im schlechtesten Fall eine "schwierige Wirtschaftslage" zuzugeben bereit seien, sei "ein Alptraum" für alle ArbeitnehmerInnen. Auch die ständigen Beteuerungen der Frau Verkehrsministerin, der Generalverkehrsplan werde - wenn er dann einmal endlich vorliegt - entsprechende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur vorsehen, helfen da nicht weiter. Wenn der vom Bundeskanzler für morgen, Dienstag einberufene "Konjunkturgipfel" mehr als "wirtschaftspsychologische Hoppauf-Rufe" (so das "Profil") bringen soll, dann muss es konkrete Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur geben, die sofort wirksam werden, schloss Haberzettl.

ÖGB, 26. November 2001
Nr. 1013

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