Klimaschutzprogramm KliP Wien schafft und sichert Arbeitsplätze

Die Klimaschutzkoordinationsstelle setzt auf verstärkte Sanierungsmaßnahmen in städtischen Gebäuden

Wien (OTS) Mit dem Klimaschutzprogramm der Stadt Wien wurde nicht nur ein Programm zur Reduzierung von Treibhausgasen ausgearbeitet, sondern auch eines zur Belebung der Wirtschaft: Im KliP enthaltene Maßnahmen, wie die thermische Sanierung von Gebäuden oder ökologische Vorgaben für den geförderten Neubau (z.B. Niedrigenergiehausstandard) schaffen und sichern Arbeitsplätze. Im Wohnbaubereich wurden dabei bereits große Erfolge erzielt, und auch für das Jahr 2002 stehen hohe Budgetmittel zu Verfügung, unterstrichen Bürgermeister Dr. Michael Häupl und die Stadträte Werner Faymann und Dipl.-Ing. Rudolf Schicker kürzlich in einem Mediengespräch. (Nähere Infos unter:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink?DATUM=20011115 ).

Dieser Weg zur Reduzierung von Emissionen soll im Jahr 2002 mit einem Schwerpunkt bei den städtischen Gebäuden fortgesetzt werden. Für die entsprechende Bewusstseinsbildung bzw. Ausbildung städtischer MitarbeiterInnen sorgt u.a. die Klimaschutzkoordinationsstelle in der Magistratsdirektion. Durch die KliP - Maßnahmen soll der Heizenergieeinsatz in städtischen Objekten bis 2010 um mindestens 10% gesenkt und der Stromverbrauch auf dem Niveau von 1995 stabilisiert werden.****

Verstärkte Bewusstseinsbildung innerhalb der Stadtverwaltung

Zu den Stadt-Wien-Maßnahmen des Klimaschutzprogramms zählen sowohl die energetischen Sanierungen von städtischen Gebäuden wie Schulen, Kindertagsheimen, Amtshäusern und Krankenanstalten, als auch die Durchführung von Energie-Einspar-Contracting-Projekten, der Verzicht auf halogenhaltige Baustoffe und die verstärkte Einführung von Umweltmanagementsystemen in öffentlichen Gebäuden.

Die Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Wien, Mag. DDr. Christine Fohler-Norek, hat beim 10. Europasymposium "Ökologisches Bauen" auf die entsprechenden Inhalte des Wiener Klimaschutzprogramms hingewiesen. "Durch die KliP - Maßnahmen soll der Heizenergieeinsatz in städtischen Objekten bis 2010 um mindestens 10% gesenkt, der Stromverbrauch auf dem Niveau des Jahres 1995 stabilisiert und eine verstärkte Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger wie Fernwärme, erneuerbare Energieträger und Erdgas forciert werden. Wichtige Voraussetzung für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist ein verstärktes Bewusstsein sowie eine solide Aus- und Weiterbildung der dafür zuständigen MitarbeiterInnen des Magistrats und des Krankenanstaltenverbundes", so die Klimaschutzkoordinatorin.

Aus diesem Grund werden von der Magistratsdirektion -Klimaschutzkoordinationsstelle laufend Vorträge und Kurse initiiert und organisiert. So fand etwa im vergangenen Oktober eine Schulung für Magistratsmitarbeiter zum Thema Solarenergie statt (Vortragender Dipl.-Ing. Hubert Fechner von Arsenal Research), die großen Anklang fand. Im November und Dezember 2001 laufen mehrere Energieberater-Ausbildungskurse: zwei als "Multiplikatoren" fungierende Mitarbeiter des Energiereferats der MA 23 erhalten im Haus Wien Energie eine breit angelegte Energieberater-Grundausbildung; über 60 erfahrene "Gebäudespezialisten" der Magistratsabteilungen 23 und 32 sowie des Krankenanstaltenverbundes nehmen an zwei parallelen vertiefenden Spezialkursen mit den Schwerpunkten Strom, Heizen, Bauen und Tarifwesen teil (diese Kurse werden vom Haus Wien Energie gemeinsam mit der Magistratsabteilung 39 veranstaltet). Alle diese Schulungen sollen dazu beitragen, dass die vom KliP geforderten energietechnischen Maßnahmen in den städtischen Gebäuden verstärkt umgesetzt werden.

Sanierungsmaßnahmen im Wirkungsbereich der Stadt Wien zur Belebung der Wirtschaft

Bereits in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführte energetische Sanierungsmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Gebäude, wie z.B. städtische Schulen und Kindertagesheime, werden auch in den kommenden Jahren massiv fortgesetzt. Für die Jahre 2002 und 2003 werden im Auftrag der MA 23 insgesamt 15 Schulen und 1 Kindertagesheim in Wien generalsaniert.

Im Zeitraum 2000/2001 wurden im Auftrag der MA 23 bereits zahlreiche energetische Sanierungsmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden gesetzt: z.B. Heizungsumstellungen von Öl auf Fernwärme bzw. Gas, Heizkörpertausch und Ausstattung mit Thermostatventilen, Dämmung der obersten Geschossdecke, Fenstertausch (Isolierfenster), Vollwärmeschutzfassaden und Heizungserneuerungen, Erneuerungen von Heizungsregelungen. In 94 Objekten konnten so Heizkosten und Emissionen gesenkt sowie Steuergelder eingespart werden. Nicht zuletzt war dies ein Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Ein weiterer, bereits in der Vergangenheit erfolgreich beschrittener Weg, der auch in Zukunft fortgesetzt wird, ist die Durchführung von Energie-Einspar-Contracting. Dies ist eine Vertragsform zwischen einem Auftraggeber (der Stadt Wien) und einem Unternehmen, mit dem kurzfristig ohne öffentliche Budgetmittel Energiesparmaßnahmen realisiert werden. Die Firmen führen dabei Energiesparmaßnahmen wie Kesselerneuerung, Umstellung auf Fernwärme, Isolierungsmaßnahmen, Modernisierung bei Regelungen, Beleuchtungsmaßnahmen usw. auf eigene Kosten durch. Zurückgezahlt wird der finanzielle Einsatz der Unternehmen innerhalb einer zu garantierenden Amortisationszeit in der Höhe der tatsächlich eingesparten Energiekosten. Seit 1997 laufen Contractingprojekte im Bereich der MA 32 und der MA 23 mit sehr guten Ergebnissen. Ein Beispiel ist die Schule in Wien 22, Markomannenstraße 9. Hier konnte im Jahr 2000/2001 mittels Energie-Einspar-Contracting eine gesamtenergetische Einsparung von rd. 45% oder 352.674 kWH erzielt werden. Derzeit laufen 13 Projekte, weitere 13 sind in Vergabe.

Nicht zuletzt trägt die verstärkte Einführung von Umweltmanagementsystemen in Amtshäusern (Projekt PUMA), Krankenanstalten und im Bereich der Wiener Stadtwerke v.a. durch die erzielten Einsparungen an Energie und Abfällen sowie durch eine umweltfreundlichere Beschaffung wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei und geht ebenfalls mit positiven Impulsen für die Wirtschaft einher.

o Mehr zum Thema Klimaschutz im Internet:

www.wien.at/ma22/klimasch/index.htm?S0=klip#P0 Klimaschutzprogramm:
www.wien.at/ma22/klimasch/klip/index.htm PUMA-Umweltmanagementsystem:
www.wien.at/mdbd/puma/index.htm?S0=puma#P0
(Schluss) köp

 
 

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