Damit Pflege nicht krank macht

Wien (OTS) - Eine Krankheit, eine Behinderung oder einfach das Alter:
Es gibt viele Gründe, dass man auf die Pflege anderer angewiesen ist. Eines aber haben die meisten Pflegebedürftigen gemeinsam. Sie wollen in vertrauter Umgebung bleiben, sowohl was die Menschen als auch den Ort angeht. Die Praxis zeigt jedoch, dass damit für pflegende Angehörige oft große körperliche und seelische Belastungen verbunden sind. "Das Österreichische Rote Kreuz bietet für diesen Fall mehrere Dienstleistungen an, um die Pflegenden zu entlasten", sagt Mag. Monika Wild vom Österreichischen Roten Kreuz.

Meistens übernehmen Frauen den Großteil der Pflege. Wer jemanden pflegt, muss sich klar darüber sein, dass dies im doppelten Sinn viel Kraft braucht. Einerseits muss man oft schwierige Verhaltensweisen verstehen, auf die Bedürfnisse eingehen, mitunter sogar seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Andererseits heißt es aber auch, spezielle Speisen zuzubereiten, den Hilfebedürftigen zu waschen, ihn immer wieder umzubetten, ihn zu heben. Wild: "Nicht selten erleiden die Pflegenden dadurch selbst gesundheitliche Schäden."

Um die Pflege und Betreuung zu erleichtern oder überhaupt erst zu Hause zu ermöglichen, bietet das Österreichische Rote Kreuz eine Reihe von Diensten an. "Hauskrankenpflege, Heimhilfe, Essen auf Rädern oder Notruftelefon sind einige Beispiele dafür. Daneben gibt es auch spezielle Kurse und ein umfangreiches Beratungsangebot", so Wild.

So werden zum Beispiel Tipps zu Pflegegeld, Pflegebehelfen oder rückenschonendem Arbeiten gegeben. Wild: "Die Berater sind speziell ausgebildet und hoch qualifiziert. Sie behandeln die Inhalte jedes Gesprächs selbstverständlich streng vertraulich. Die Beratung kann sowohl in Gruppen- als auch in Einzelgesprächen sowie zu Hause oder in Rot-Kreuz-Dienststellen erfolgen." Allerdings sind nur vier Beratungsstunden kostenlos.

Immer mehr Menschen erreichen ein höheres Alter. Damit steigt auch die Zahl jener, die auf die Hilfe ihrer Angehörigen angewiesen sind. "Rat und Hilfe von außen sind eine wichtige Begleitung dafür. Das Ziel der Dienstleistungen des Österreichischen Roten Kreuzes ist es, pflegenden Angehörigen die Betreuung ihrer Lieben zu erleichtern und dabei der eigenen Gesundheit nicht zu schaden", sagt Wild.

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