Bures kritisiert "Unsozialminister Haupt": Kinder können nicht in irgendwelche Call Center abgeschoben werden

Haupt kann Zahl der fehlenden Betreuungsplätze nicht einfach klein reden

Wien (SK) "Irgendwelche anonymen Call Center nur für Notfälle können das Problem bei der Kinderbetreuung ebenso wenig lösen wie es das Kindergeld kann, stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Sonntag zu den von Sozialminister Haupt in der APA angekündigten Plänen fest. Empört reagierte Bures außerdem auf den Versuch des Sozialministers, das Betreuungsproblem klein zu reden, in dem er die Zahl fehlender Kinderbetreuungsplätze anzweifelt. ****

"Die Rechnung dieser Regierung ist eben nicht aufgegangen: Wer gemeint hat, dass das Kindergeld den Ausbau von Betreuungseinrichtungen ersetzen kann, hat sich geirrt. Die Frauen sind heute längst nicht mehr bereit, ihren Beruf an den Nagel zu hängen, nur weil sie dafür mit 6.000 Schilling belohnt werden", so Bures am Sonntag. Die von Haupt behauptete Wahlfreiheit werde es erst dann geben, wenn auch tatsächlich ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stehen, so Bures gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Dem Sozialminister attestiert Bures außerdem auch in der Kinderfrage "Herzlosigkeit". Sein Vorschlag Call Center einzurichten, in denen man Kinder in Notfällen abliefern kann, zeuge einmal mehr von Haupts sozialer Kälte. Kinder brauchen Kontinuität und Vertrauen. Das kann aber nur durch qualitativ hochstehende Kinderbetreuungsplätze mit pädagogisch geschultem Personal garantiert werden. Es liegt in der Verantwortung des Sozialministers dafür zu sorgen, dass diese Plätze endlich flächendeckend zur Verfügung gestellt werden, so Bures abschließend. (Schluss) ml

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