Maier: Magnetfeldtherapie - Dubiose Geschäftemacherei muss unterbunden werden!

Wien (SK) Als "reines Geschäft mit der Gesundheit" und "Ausnutzung der Hoffnung chronisch- und schwerkranker Menschen" bezeichnete Sonntag SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier den Vertrieb von und die Werbung für "mehr als dubiose Magnetfeld-Produkte". Seit Jahren würden findige Unternehmen viel Geld mit sogenannten alternativen Therapien machen. Besonders bedenklich sei, so Maier, dass diese zunehmend auch von Ärzten unkritisch übernommen werden. Obwohl wissenschaftlich in keinster Weise bewiesen, würden Magnetfeld-Produkte für eine große Anzahl von Krankheitsbildern angepriesen. Dabei werde mit angeblichen Heilungserfolgen und Ärztebestätigungen - oft mit Namensnennung - geworben. "Der Gesundheitsminister hat hier dringenden Handlungsbedarf. Seine Vollziehungs- und Kontrolllücken sind umgehend zu schließen", betonte Maier am Sonntag gegenüber dem Prssedienst der SPÖ. ****

Der Minister wurde im Rahmen der letzten Plenartage von der SPÖ aufgefordert, bis 31. 12. 2001 eine Vertriebsverordnung nach dem Medizinproduktegesetz zu verordnen. Dabei hält Maier neben einem Verbot des Verkaufs von Magnetfeldtherapieprodukten im Direktvertrieb, bei Werbeveranstaltungen und im Handel ohne ärztliche Verschreibung auch darauf wert, dass Minister Haupt sicherstellt, dass Werbung für Ärzte in Massenmedien sowie der Verkauf und Vertrieb dieser Produkte ausdrücklich verboten ist. Ärzten sei die Publikumswerbung für Arzneimittel, Heilbehelfe und Medizinprodukte grundsätzlich verboten, soweit sie ihrem Beruf in freier Praxis oder im Spital nachgehen. Die Ärztekammer habe bereits Schritte gegen die betreffenden Ärzte angekündigt. Neben Verfahren wegen Verletzung der ärztlichen Berufspflichten wurden auch Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs eingeleitet.

Grundsätzlich sei zu beachten, dass Magnetfeldtherapieprodukte in der Regel dem Medizinproduktegesetz unterliegen und Verkäufer sich mit bis zu 200.000 Schilling strafbar machen. Entscheidend für die Patienten sei es, dass die Magnetfeldtherapie nur als zusätzliche Behandlungsmethode gedacht ist und in jedem Fall nur als Begleittherapie eingesetzt werden sollte, so Maier. Für gesicherte Indikationen sei die Magnetfeldtherapie als zusätzliche Behandlungsmethode durchaus zu vertreten, bei Kontraindikationen, wie Herzschrittmacher oder Schwangerschaft, jedoch unter Umständen sogar gefährlich.

"Wir fordern vom zuständigen Minister Haupt die Schließung dieser Gesetzeslücke und eine sofortige Verordnung nach dem Medizinproduktegesetz bevor weitere Menschen enttäuscht werden und beträchtlichen finanziellen Schaden erleiden", schloss der SPÖ-Konsumentenschützer. (Schluss) ml/mp

Rückfragehinweis: NR Johann Maier, Tel. 0676/6203070

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK